Erndtebrück. Die geplante Ehrenamtskneipe in Erndtebrück nimmt Gestalt an. Im Mai haben die beiden Initiatoren Silas Stöcker und Manuel Burk die Idee einer ehrenamtlich betriebenen Kneipe als Ort der Gemeinschaft den Erndtebrücker Vereinen vorgestellt. Seither hat sich einiges getan. So ergänzen inzwischen auch Günter Schmidt und Marvin Jüngst das Organisationsteam. Gespräche wurden geführt, Vereine informiert, Ideen gesammelt – und die passenden Räumlichkeiten gefunden. Und diese sind geradezu ideal gelegen, wie die Initiatoren verraten: „Mit dem ehemaligen westfälischen Hof mitten im Ortskern haben wir einen sehr zentralen Ort finden können“, berichtet Manuel Burk. Besonders praktisch ist das auch deshalb, weil es in der Kneipe keinen klassischen Gastrobetrieb geben wird. Wer aber Hunger hat, kann sich in der direkten Nachbarschaft ganz einfach versorgen.
Zwar sind die Räumlichkeiten schon zugesagt worden, doch einen Mietvertrag könne man erst unterschreiben, wenn die Betreiberstruktur steht. „Wir werden jetzt zeitnah mit den interessierten Vereinen einen Trägerverein gründen“, erklärt Silas Stöcker. Dieser wird dann die Kneipe betreiben. Und mehr noch: nicht nur der klassische Kneipenbetrieb steht in Aussicht. Auch Aktionen der Vereine sollen außerhalb der Öffnungszeit angeboten werden. „Wenn den Vereinen eine Aktion einfällt, die die Gemeinschaft im Ort fördert, sind sie herzlich eingeladen, diese über den Trägerverein in den Räumlichkeiten zu veranstalten“, erklären die Initiatoren. Von Seniorennachmittagen über Erzähl-Cafés bis hin zu Aktionen unter dem Motto „Alt lernt von Jung, Jung lernt von Alt“ sei dabei alles denkbar. „Es gibt sehr viele Vereine in Erndtebrück, die unterschiedlichste Bereiche des gesellschaftlichen Miteinanders abdecken. Hier können wir vernetzen oder auch Räume zur Verfügung stellen, wo keine eigenen Vereinshäuser existieren.“
Die Entscheidung, einen Trägerverein zu gründen, sei dabei sehr leicht gefallen, denn mit Vereinen kenne man sich deutlich besser aus als mit anderen Trägerstrukturen. Und auch einen finanziellen Aspekt hat das: Das Akquirieren von Fördermitteln sei bei Vereinen deutlich einfacher als etwa bei einer GbR oder einer Genossenschaft. Und Fördermittel könnten dabei eine wichtige Rolle bei der Finanzierung spielen. Während der Getränkebedarf über den Verkauf gedeckt werden soll, sollen die laufenden Kosten für Miete, Energie und Co. aus Mitgliedsbeiträgen des Trägervereins, Mieteinnahmen und eben Fördermitteln getragen werden. Und auch Sponsoren sollen gesucht werden. Denn: „Letztendlich geht es eben nicht einfach um eine Kneipe, sondern um einen Ort der Gemeinschaft, von Erndtebrückern für Erndtebrücker“, so Stöcker und Burk unisono.
Den Thekendienst übernehmen dabei die Vereine, die auch aus den Ortschaften eingeladen sind, sich zu beteiligen. Die Trinkgelder der Abende gehen dabei direkt an die Thekenteams und damit an die Vereine und Institutionen, die dafür nicht unbedingt Mitglied des Trägervereins sein müssen. „Alle sind eingeladen, sich zu beteiligen! Ob heimischer Verein, Firmenbelegschaft oder der Abi-Jahrgang, der sich ein paar Trinkgelder für den Abschluss dazuverdienen möchte“, berichtet Burk.
Nun jedenfalls gehe es erst mal voran. Der Trägerverein muss gegründet werden, eine Satzung dafür ist schon in Arbeit. Dann müssen die Räumlichkeiten hergerichtet werden. „Da werden wir viel Eigenleistung reinstecken müssen“, erzählt Silas Stöcker. Doch wenn man sich anschaue, was die Erndtebrücker Vereine alles schaffen, sei auch diese Herausforderung durchaus zu packen. Und dann müssen die Thekendienste besetzt werden. „Wir freuen uns über jeden, ob mit Verein im Rücken oder auch so, der helfen möchte. Renovieren, zapfen, Gemeinschaft stiften – all das braucht Menschen, die anpacken. Die hat Erndtebrück, davon sind wir überzeugt“, so die Organisatoren. „Ein Dank geht daher auch an Nina Völkel-Böhl und Ulli Böhl, die uns den ehemaligen westfälischen Hof zur Verfügung stellen werden und uns dabei so gut unterstützen!“
Interessierte Helferinnen und Helfer – ob im Thekenbetrieb, beim Verein im Hintergrund oder bei der Renovierung können sich per E-Mail an ehrenamtskneipe@manuel-burk.eu wenden.
Bildunterschrift: Silas Stöcker und Manuel Burk (v.l.) planen eine Kneipe im Ort. Im ehemaligen westfälischen Hof haben sie den passenden Ort gefunden.
(Foto: privat | Stand: 13.09.2026, 08:00 Uhr)





