Sauerland/Wittgenstein. Die AvD-Röhrl-Klassik geht in ihre fünfte Auflage – und auch 2026 dürfen sich Oldtimerfans auf ein ganz besonderes Starterfeld freuen. Die Rallye für klassische Porsche findet von Mittwoch, 2. September, bis Samstag, 5. September, in Schmallenberg im Sauerland statt. Die Strecken führen die Teams durch das Sauerland, Wittgenstein, das Gladenbacher Bergland und das Rothaargebirge.
Dabei ist die AvD-Röhrl-Klassik keine Rallye im herkömmlichen Sinne. Gefahren wird als Orientierungsfahrt mit Gleichmäßigkeitsprüfungen und selbstverständlich im Rahmen der Straßenverkehrsordnung. Zugelassen sind ausschließlich luftgekühlte und Transaxle-Porsche bis zum Baujahr 1998. Die Teilnehmerzahl war ursprünglich auf 170 Fahrzeuge begrenzt. Aufgrund der großen Nachfrage wurden schließlich 176 Porsche-Oldies zum Start zugelassen.
Im Mittelpunkt des Feldes stehen die verschiedenen Varianten des legendären Porsche 911. Hinzu kommen Modelle wie 964, 356, 968, 930, 944 und 993, die im allgemeinen Sprachgebrauch ebenfalls häufig als 911 bezeichnet werden.
Am Freitag, 4. September, führt die dritte und vierte Etappe der Tour durch Wittgenstein. Am Vormittag kommen die Porsche über Wingeshausen, Aue, Balde, Stünzel, Bad Laasphe, Hesselbach und Fischelbach. Am Nachmittag geht es weiter über Wunderthausen, Diedenshausen, Alertshausen und Elsoff nach Bad Berleburg.
Wer die Fahrzeuge nicht nur im Vorbeifahren sehen, sondern etwas länger betrachten möchte, hat an mehreren Kontroll- und Prüfungsstationen Gelegenheit dazu. Gegen 8.40 Uhr machen die Teams am Hotel Jagdhaus Wiese Halt. Gegen 9.30 Uhr steht eine Station in der Altstadt von Bad Laasphe am Bierbrunnen auf dem Programm. Am Nachmittag wird es dann besonders prominent: Gegen 16 Uhr halten die Teilnehmer am Schloss in Bad Berleburg.
Für die Genehmigung dieses besonderen Anlaufpunkts musste offenbar nicht lange gewartet werden. Seine Durchlaucht Prinz Gustav von Sayn-Wittgenstein erteilte sie besonders schnell und empfängt Walter Röhrl – wie bereits 2024 – vor seiner Schlosstür. Damals hatte sich auch sein Cousin Frederik die Porsche-Parade inkognito angesehen. Der Autofan ist im Hauptberuf König von Dänemark.
Walter Röhrl ist nicht nur Namensgeber und Schirmherr der Veranstaltung, sondern nimmt selbst aktiv teil. Die legendäre Rallye-Legende tauscht dafür die Rallye-Montur gegen eine bequeme Schiebermütze und ein legeres Polohemd.
Besonders interessant wird die fünfte Auflage auch durch die Besetzung eines Fahrzeugs: Walter Röhrl und Christian Geistdörfer gehen 2026 erst zum zweiten Mal gemeinsam bei der Röhrl-Klassik in einem Porsche 911 an den Start. Das Duo gehört zu den erfolgreichsten Gespannen der Rallye-Geschichte. Gemeinsam gewannen Röhrl und Geistdörfer zwei Weltmeistertitel – 1980 und 1982 – sowie 13 WM-Läufe. Vier ihrer Siege holten sie bei der legendären Rallye Monte Carlo. Besonders bemerkenswert: Röhrl gewann die Veranstaltung dabei auf vier verschiedenen Fabrikaten – Fiat, Opel, Lancia und Audi. Bis heute hat kein anderer Fahrer dieses Kunststück wiederholt.
Fans können sich bereits vor dem Start einen genauen Eindruck von der Strecke, dem Starterfeld und den Durchfahrtszeiten verschaffen. Das Programmheft, die Startliste sowie das Streckendokument „Alle Orte – alle Zeiten“ stehen auf der Veranstaltungsseite www.roehrl-klassik.de zum Download bereit. Damit lässt sich gut planen, wo die historischen Porsche am Freitag in Wittgenstein zu sehen sein werden.
Bildunterschrift: Mit 176 Porsche-Teams tritt in diesem Jahr das größte Starterfeld der Veranstaltungsgeschichte an. Sechs Etappen, rund 750 Kilometer, zweieinhalb Fahrtage: Die Strecken führen durch Sauerland, Wittgenstein, Gladenbacher Bergland und Rothaargebirge.
(Foto: privat | Stand: 31.08.2026, 08:00 Uhr)





