Weidenhausen. Ein großer Polizeieinsatz hat am Donnerstagabend in Weidenhausen und Umgebung für Aufsehen gesorgt. Ein Hubschrauber, ein Mantrailer-Suchhund, ein Großaufgebot an Polizeikräften und rund 40 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um einen vermissten 13-jährigen Jungen zu suchen. Der Junge gehörte einer Jugendgruppe an, die aus Duisburg einen Ferienausflug in die Weidenhäuser Mühle unternommen hatte. Dort, so die Polizei, war es zu einem Streit zwischen dem 13-Jährigen und einem der Betreuer gekommen. Daraufhin sei der Junge davon gelaufen und nicht mehr auffindbar gewesen. Gegen 20:20 wandten sich die Betreuer der Jugendgruppe schließlich an die Polizei. Die Polizei richtete ihre Kräftesammelstelle und die Einsatzleitung vor Ort im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Weidenhausen ein. Außerdem forderten die Polizeibeamten weitere Polizeikräfte zur Unterstützung der Suchmaßnahmen an. Sie alarmierten auch einen Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera, eine Rettungshundestaffel, und zahlreiche Feuerwehrkräfte. „Wir wurden von der Polizei um Amtshilfe gebeten“, erklärte Matthias Limper, Leiter der Bad Berleburger Feuerwehr. Seine Kameraden stellten Suchtrupps zusammen, um die Maßnahmen der Polizei unterstützen zu können. Um den Einsatz auch von Feuerwehrseite gut koordinieren zu können, wurde der in Arfeld stationierte ELW 2 ebenfalls eingesetzt. Zudem waren Feuerwehren aus Weidenhausen, Hemschlar, Berghausen, Rinthe und Hemschlar im Einsatz.

Von der Polizeifliegerstaffel NRW wurde der Polizeihubschrauber „Hummel 5“ aus Dortmund entsendet. Der Hubschrauber suchte Wiesen und Kalamitätsflächen mit der Wärmebildkamera ab. An der Weidenhäuser Mühle, wo der Junge mit seiner Jugendgruppe eigentlich untergebracht war, war ein Hundeführerteam des DRK Siegen-Wittgenstein im Einsatz. Mit ihrem Mantrailer konnten sie die Routen nachvollziehen, die der Junge gelaufen war. Dazu musste der Hund zuvor an einem Geruchsträger, wie beispielsweise einem getragenen Kleidungsstück, oder einem Taschentuch die Witterung des Jungen aufnehmen. Während diese Maßnahmen auf Hochtouren liefen, vernahm ein Jäger in seinem Revier in der Nähen des Windparks Kilbe bei Berghausen Hilferufe. Der Jäger konnte daraufhin den vermissten Jungen wohlbehalten in seinem Revier antreffen und die Einsatzkräfte informieren. Der Junge wurde vorsorglich vom DRK Rettungsdienst aus Erndtebrück untersucht und blieb glücklicherweise unverletzt. So konnte der Einsatz gegen 23:00 mit glücklichem Ende abgeschlossen werden.

Bildunterschrift: Mit einem Großaufgebot suchten Polizei, Feuerwehr und Rettungshundestaffel nach einem vermissten Kind in Weidenhausen. Auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera war eingebunden.
(Fotos: M. Böhl | Stand: 16.08.2026, 13:00 Uhr)





