Birkefehl/Berghausen. (mb) „Die Kreistraßen sind das Rückgrat der Verkehrsinfrastruktur unseres Flächenkreises“, berichtete Landrat Andreas Müller am Dienstag, 21. Juli, neben der K49, die die Kommunen Erndtebrück und Bad Berleburg über die Orte Birkefehl und Berghausen verbindet. Diese Straße wurde nun komplett ausgebaut, weshalb so mancher Pkw- oder Lkw-Fahrer zuletzt einen Umweg in Kauf nehmen musste. Nun jedoch wurde die Straße nach rund 14 Monaten Bauzeit wieder freigegeben.
Auf etwa drei Kilometern wurde die Fahrbahn auf eine Breite von sechs Metern ausgebaut, wodurch auch Lkw und Busse problemlos aneinander vorbei fahren können. Des Weiteren wurde die Einmündung auf die K47 vor Berghausen neu gestaltet, wodurch nun eine deutlich übersichtlichere Kreuzung geschaffen wurde. Teils waghalsige Manöver wie sie zuvor durchaus an dieser Kreuzung vorkamen sind so nun nicht mehr möglich.
Weiter wurde die Fahrbahndecke sowie die Entwässerungseinrichtung erneuert, neue Markierungen gezogen, Schutzplanken angebracht und Böschungen angelegt. Um für diese Verbreiterung und das Anlegen der Böschungen ausreichend Platz zu haben, hat der Kreis den anliegenden Landwirten Flächen abgekauft. Was nicht selbstverständlich ist, wie der Landrat anmerkte: „Das geht nur, wenn alle mitwirken. Hier haben alle mitgewirkt, deswegen ein ausdrücklicher Dank an die Grundstückseigentümer.“
Gekostet hat die Maßnahme rund vier Millionen Euro, wobei 70 Prozent davon vom Land NRW gefördert werden.
Pünktlich vor Baubeginn wurde jedoch noch ein Ameisenhaufen mit Waldameisen gefunden. Diese stehen unter Artenschutz und mussten daher zunächst umgesiedelt werden. Zusätzlich wurde am Straßenrand noch nach historischen Bodenfunden gesucht, da die Straße in Verlängerung des Eisenweges liegt und dort archäologische Bodenfunde zutage gefördert wurden. Im bereich der K49 konnte jedoch nichts gefunden werden, weshalb dann mit den Bauarbeiten wie geplant gestartet werden konnte.
Die Planung und Bauleitung übernahm der Landesbetrieb Straßenbau NRW, ausführende Baufirma war die Straßen- und Tiefbau GmbH aus Kirchhundem. Auch Henning Gronau, Bürgermeister Erndtebrück, und Kai-Uwe Jochims, stellvertretender Bürgermeister Bad Berleburg, freuen sich über die frühe fertigstellung und betonen die Wichtigkeit der Straße: „Die K49 ist eine wichtige Lebensader für unsere Kommunen. Die ausgebaute Straße schafft mehr Sicherheit und sogt für eine leistungsfähige Verbindung zwischen Erndtebrück und Bad Berleburg.“

Der Kreuzungsbereich, bei dem die K49 an der K47 endet wurde übersichtlicher gestaltet, um Gefahrensituationen zu vermeiden.

Bildunterschrift: Die K49 ist wieder offiziell freigegeben. Jannik Heimes vom ausführenden Bauunternehmen, Steffen Scholz vom Landesbetrieb Straßenbau NRW, Landrat Andreas Müller, sowie Erndtebrücks Bürgermeister Henning Gronau und Berleburgs stellvertretender Bürgermeister Kai-Uwe Jochims freuen sich über die frühzeitige Fertigstellung (v.l.).

(Fotos: M. Burk | Stand: 24.07.2026, 08:00 Uhr)