Banfe. Mit den beiden Moderatoren Torben Lenz und Marco Bauer von der Agentur Lemontree feierte jetzt der Löschzug Banfetal der Freiwilligen Feuerwehr Bad Laasphe sein 125-jähriges Bestehen. Die drei Tage beging die Banfer Feuerwehr ausgelassen locker und fröhlich. Gleich zu Beginn gab es die erste Überraschung: Moderator Marco Bauer bat Wehrführer Dirk Höbener und Einheitsführer Janik Schmidt auf die Bühne. Beide übernahmen die Beförderung des neuen stellvertretenden Einheitsführers Pierre Schmidt. Pünktlich zum Jubiläum bekam der seine Schulterklappen ausgetauscht, jetzt ist Pierre Schmidt zum Brandmeister ernannt worden. Eine wunderbare Geste und der passende Einstieg in ein gelungenes, dreitägiges Fest. Das startete eigentlich schon am Donnerstag mit der Bierprobe für alle rund 80 Helferinnen und Helfer, die sich tagelang im Vorfeld um Organisation, Aufbau und Schmücken gekümmert haben. Dabei zeigte sich, wie fest die Generationen in der Banfer Feuerwehr zusammenhalten: aktive Feuerwehrleute, die Feuerwehrfrauen und die Jugendfeuerwehr arbeiteten Hand in Hand. Zum Kommers baten Torben Lenz und Marco Bauer einige Akteure aufs rote Sofa. Es war kein gewöhnlicher Kommers mit langen Reden. Bauer und Lenz versprühten Frische mit ihrer Moderation. Akteure wie Landrat, Bürgermeister, Kreisbrandmeister, Wehrführer, die Vertreter der Jugend, die ehemaligen und heutigen Einheitsführer sowie die Einsatzkräfte wie Polizei, DRK und Malteser saßen auf dem roten Sofa im herrlich geschmückten Festzelt. Fünf kurzweilige Diskussionsrunden mit spannenden Aussagen gab es: „67 Prozent der Siegen-Wittgensteiner engagieren sich ehrenamtlich. Wir sind Ehrenamtsregion Nummer Eins in Südwestfalen“, sagte Landrat Andreas Müller. „Ohne Ehrenamt funktioniert unsere Gesellschaft nicht. Der Staat kann viele Aufgaben nicht mehr übernehmen“, betonte Ortsvorsteher Michael Ermert. Und zur Banfer Feuerwehr: „Wir sind eine der ersten, die eine Jugendfeuerwehr gegründet haben. Hier gelingt es, den Nachwuchs zu generieren.“ Wehrführer Dirk Höbener ist seit 1979 dabei. „Banfe hatte früher immer ein Fahrzeug auf unterstem Niveau bekommen. Heute ist man völlig anders unterwegs.“ Das älteste Auto zählt elf Jahre. Dass Ausrüstung der Feuerwehr heutzutage auch eine Herausforderung sein kann, wusste Dirk Höbener auch. „In den letzten Jahren gab es eine Kostenexplosion im Bereich der Fahrzeugbeschaffung.“ So liege die Drehleiter bei 1,2 Millionen Euro, ein Tanklöschfahrzeug kostet rund 500.000 Euro. „Bei den Haushaltslagen der Kommunen ist das eine riesige Hausnummer.“ In der Runde der Einheitsführer lobte Janik Schmidt, seit 2018 Einheitsführer des Banfer Löschzugs, seine Leute: „Ich bin stolz, dass wir so engagierte Mitglieder in den eigenen Reihen haben.“ Darf er auch! Die Banfer Feuerwehr stellte ein grandioses Fest auf die Beine. An der Festhalle drehten Autoscooter, Kinderkarussell und Eisenbahn ihre Runden. Drinnen stieg die große Party. Die Jugendfeuerwehr hatte das ganze Dorf mit Birkensträuchern, bunten Bändern und Fähnchen geschmückt. Am Festzug beteiligten sich sämtliche Vereine, befreundete Feuerwehren und die Musik. Auch geschmückte Wagen durften von hunderten Schaulustigen am Straßenrand bestaunt werden. Musikalisch begleitet wurde das Fest am Samstag von der Gruppe „Feschn-Rock“ aus Tirol. Am Sonntag sorgten die Weifenbacher Musikanten, der Spielmannszug Laasphe/Niederlaasphe sowie der Feuerwehrmusikzug Netphen für beste Stimmung.

Das Moderatoren-Duo Torben Lenz und Marco Bauer.

Bildunterschrift: Das Jubiläum des Banfer Löschzuges startete mit einem Festkommers in der Festhalle Banfe.

(Fotos: Löschzug Banfe | Stand: 23.07.2026, 08:00 Uhr)