Erndtebrück. Es wird wieder ernst für die Radsportlerinnen und -sportler, die an der achten Erndtebrücker GICKELsberg Radtour teilnehmen. Am Sonntag, 12. Juli, beginnt gegen 9 an der Skihütte Erndtebrück die erste Etappe der GICKELd’Alsace 2026 Tour (Le Flammkuchentour).
Ziel der 40 Sportlerinnen und Sportler ist Le Markstein am Grand Ballon in den Vogesen – nach einer Woche, 700 Kilometern und 9.000 Höhenmetern. Die letzte Etappe fällt mit 50 Kilometern recht kurz aus, was einen speziellen Grund hat. Am Samstag, 18. Juli, startet der Tross sehr früh, um rechtzeitig auf die dann bereits für den Verkehr gesperrte Strecke der 14. Etappe der diesjährigen Tour de France zu kommen. Vier Stunden Vorsprung sollten reichen um vor den Profis rund um Tadej Pogacar, Jonas Vingegaard und Florian Lipowitz die 22 Kilometer und 1.200 Höhenmeter hinauf zum Grand Ballon zu beenden. Die sicher zahlreichen Zuschauer der Vogesenetappe werden auch die heimischen Radsportler den Berg hinauf anfeuern und feiern. Für die Profis ist es ein Warmfahren, geht es danach doch weitere 110 Kilometer durch die Vogesen, um zum Schluss erneut zur Bergankunft am Le Markstein zu klettern. Man sieht sich immer zweimal. Vor dem Gipfelsturm hat das Team aber schon eine erlebnisreiche, kulinarische Radsportwoche hinter sich. Die erste Etappe führt über den Rothaarkamm und die Höhen des Westerwaldes etwa 110 Kilometer bis kurz vor Koblenz. Auf der zweiten Etappe folgen die Radlerinnen und Radler dem Rheintal überwiegend flach bis in die Weinregion Rheinhessen. Die dritte Etappe führt in das Zentrum des Pfälzer Waldes, ein Radsport-Eldorado. Daher sind dort zwei Nächte am gleichen Ort eingeplant. Am extra „Unruhetag“ werden einige auf der vierten Etappe eine Runde im Pfälzer Wald drehen, bevor am Abend noch einmal die Pfälzer Küche für Stärkung sorgt. Gut ausgeruht verlässt das Team auf der fünften Etappe die Pfalz über die Nordvogesen mit Tagesziel Straßburg. Es wird ausreichend Zeit sein, die Hauptstadt Europas und des Elsass zu erkunden. Vielleicht mit dem Rad: „Véloptimiste“ – Fahrradoptimistisch, denn Straßburg ist die radfreundlichste Stadt Frankreichs und belegt in Europa Platz vier. Die sechste Etappe nach Rouffach bei Mülhausen hätte flach werden können, aber die Berge der Vogesen sind zu verlockend, den Col du Firstplan gilt es noch zu bewältigen. Nach der Tour ist vor der Tour: Die Planungen für eine sehr besondere Tour in 2027 zum zehnjährigen Jubiläum hat das Team vom Erndtebrücker GICKELsberg schon weit vorangetrieben. Termin, Strecke(n) und Unterkünfte stehen schon fest, Details werden im Anschluss der diesjährigen Tour bekannt gegeben. Gefahren wird wieder für die Stiftung „Besi & Friends“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen mit Autoimmun- und neurologischen Erkrankungen zu unterstützen. Sie möchte Betroffenen Lebensmut in ihrem Alltag schenken. Dabei werden insbesondere Maßnahmen gefördert, die die „Hilfe zur Selbsthilfe“ fördern, sodass Betroffenen langfristig ein möglichst selbstständiges Leben ermöglicht werden kann.
Über die Website gickeltours.de kann man direkt spenden um die Sportlerinnen und Sportler noch etwas mehr zu motivieren.

Bildunterschrift: Auch in diesem Jahr hat sich das Team vom Erndtebrücker GICKELSberg eine herausfordernde Tour überlegt.

(Foto: privat | Stand: 11.07.2026, 08:00 Uhr)