Bad Berleburg. Der Wittgensteiner Drei-Städte-Marsch feierte sein großes, fünfjähriges Jubiläum. Schon in den frühen Morgenstunden herrschte am Startpunkt eine gute Atmosphäre. Wanderbegeisterte, ambitionierte Marschierer, Familien und Hobbysportler aus Wittgenstein und dem Sauerland hatten sich versammelt, um gemeinsam Kilometer für den guten Zweck zu sammeln. Die traditionsreiche Strecke verband auch in diesem Jahr die drei Kommunen Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück. Zur Auswahl standen drei Distanzen von sechs, neun und zwölf Kilometer, die den Teilnehmenden alles abverlangten.
Die Wanderung und der Marsch wurden durch Grußworte der Schirmherren eingeleitet. „Offen, herzlich und verbindend“ – so charakterisierte Oberst Jens Dobrindt als Kommandeur des Einsatzführungsbereichs 2 die Veranstaltung, bei der es nicht um politische oder wirtschaftliche Interessen gehe, sondern um Menschlichkeit. Schließlich wurden auch in diesem Jahr wieder Spendengelder für den guten Zweck gesammelt.
Bad Berleburgs Bürgermeister Volker Sonneborn fand lobende Worte für das Engagement: „Der Drei-Städte-Marsch hat sich etabliert“, und schloss sich damit den Worten seines Vorredners an. „Diese Veranstaltung zeigt das wahre Herz von Wittgenstein.
Es geht hier nicht nur um Höchstleistungen, sondern um das Zusammenrücken unserer Städte Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück für Menschen, die unsere Hilfe benötigen.“
Nach diesen Grußworten schickte der Vorsitzende der Reservistenkameradschaft Wittgenstein, Stabshauptmann der Reserve Richard Rottenfußer die Marschierer und Wanderer auf die Strecken.
Am Mittag verlagerte sich das Geschehen schließlich vollends zurück auf den Kriegerplatz in Bad Berleburg, der sich als ideale Kulisse für den feierlichen Abschluss erwies. Unter dem Applaus zahlreicher Zuschauer veredelten die Marschierer ihre letzten Meter. Bei kühlen Getränken, deftigem Essen vom Grill und dem Erbseneintopf aus der Feldküche wich die Anstrengung schnell der puren Erleichterung und geselligen Gesprächen.
Der unbestrittene Höhepunkt des Tages folgte unmittelbar im Anschluss: die traditionelle Spendenübergabe. Da der Drei-Städte-Marsch als reine Benefizveranstaltung konzipiert ist, fließen die Erlöse direkt in gemeinnützige Projekte. Auch in diesem Jahr freute sich der Förderverein der Reservistenkameradschaft Wittgenstein eine gezielte Unterstützung an drei herausragende Institutionen überreichen zu können.
Jeweils ein Scheck in Höhe von 500 Euro wurden überreicht. Der erste Scheck wurde an Roland Penz für das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar übergeben, das unheilbar kranken Kindern und ihren Familien in schweren Stunden eine unschätzbare Stütze bietet. Die zweite Zuwendung von 500 Euro durfte Michael Bald für die Werkstatt für behinderte Menschen der AWO entgegennehmen. Den dritten Scheck über 500 Euro erhielt Michael Hermann für den „Herzenswunsch Krankenwagen“ der Malteser aus Bad Laasphe. Dieses ehrenamtliche Projekt ermöglicht es sterbenskranken Menschen, noch einmal an einen Sehnsuchtsort transportiert zu werden.
„Ein riesiges Dankeschön gilt jedem Wanderer, Marschierer den Sponsoren und Helfern“, so die Veranstalter. Der fünfte Wittgensteiner Drei-Städte-Marsch hat bewiesen, dass Sport nicht nur fit hält, sondern Gemeinschaften zusammenschweißt und dort spürbare Hilfe leistet. Im nächsten Jahr sind alle wieder beim sechsten Wittgensteiner Drei Städte Marsch dabei.

Bildunterschrift: Richard Rottenfußer übergab die Spenden an Michael Bald, Michael Hermann und Roland Penz (vorne, v.l.).

(Foto: Veranstalter | Stand: 12.06.2026, 15:10 Uhr)