Raumland. (mb) Zu einer großen Alarmübung kam es am Mittwoch, 10 Juni, bei der Firma Obermeier in Raumland. Hier wurden die Einsatzkräfte um 16.28 Uhr mit dem Einsatzstichwort „ABC 3 – Gefahrstoffaustritt“ und dem Zusatz, dass ein unbekannter Stoff aus einem Big Pack laufe, alarmiert. Laut Szenario der groß angelegten Übung hatte ein Mitarbeiter mit seinem Gabelstapler beim Abladen eine Palette mit Gefahrgut beschädigt, welche dann ihre Ladung verlor. Dabei wurde der Mitarbeiter verletzt. Für die rund 60 Einsatzkräfte aus ganz Wittgenstein galt es nun zuerst den verletzten Mitarbeiter zu retten, um daraufhin dann das Gefahrgut abzudichten und unschädlich zu machen. Das besondere daran: Bei der Firma handelt es sich um einen von insgesamt fünf sogenannten Störfallbetrieben im Kreis Siegen-Wittgenstein, also einen Betrieb, der ein besonderes Vorgehen erfordert, da er besondere Gefahrgutstoffe lagert. Mit im Einsatz war somit auch ein Störfallteam der Bezirksregierung Arnsberg. Zusätzlich war der Rettungsdienst, die Polizei sowie der Kreis-Feuerwehrarzt der Rettungswache Bad Berleburg im Einsatz. Da es sich um eine Übung handelte, konnte der Rettungsdienst die Einsatzstelle relativ schnell wieder verlassen, um keine Rettungsmittel an eine Übung zu binden. In die Übung waren die Einsatzkräfte nicht eingeweiht, lediglich ein Team um Kreisbrandmeister Thomas Tremmel, die Firma Obermeier und das Störfallteam der Bezirksregierung wussten über den Einsatz bescheid. Während des Einsatzes war der Bereich von der Raiffeisen-Tankstelle bis zur Werkseinfahrt der Firma Obermeier komplett gesperrt.

Die Personenrettung konnte schnell beendet werden, anschließend mussten die Gefahrstoffe unschädlich gemacht werden.

Bildunterschrift: Zu einer ABC-Übung wurden die Einsatzkräfte nach Raumland alarmiert.

(Fotos: M. Burk | Stand: 10.06.2026, 17:45 Uhr)