Dotzlar. (mb) In Dotzlar wurde jüngst ein besonderer Meilenstein gefeiert. Denn in der Berleburger Ortschaft feierten Feuerwehr und Jugendfeuerwehr zusammen ihre Jubiläen. Während die Jugendfeuerwehr nun schon seit 50 Jahren besteht, kann die aktive Wehr auf nunmehr 100 Jahre Einsatzbereitschaft, Engagement und Ehrenamt zurück blicken. Diese Jubiläen wurden gebührend begangen. Zunächst konnte sich die Jugendfeuerwehr bereits am Sonntag, 10. Mai, feiern lassen. Rund um das Feuerwehrgerätehaus erlebten sie einen Tag mit buntem Programm unter dem Thema „Feuer Frei“. Nun, am Samstag, 23. Mai, kamen die Kameradinnen und Kameraden der aktiven Wehr, die befreundeten und benachbarten Wehren und die Dotzlarer Vereine in der Kulturhalle zusammen, um das 100-jährige Bestehen der Einsatzabteilung zu feiern. Dazu konnten zusätzlich auch noch einige Ehrengäste begrüßt werden, die ihre Glückwünsche ausrichteten.
In seiner Begrüßung ging der Dotzlarer Löschgruppenführer Thorsten Koch zunächst auf die Historie der Löschgruppe ein. Somit bot sich den Gästen ein beeindruckender Blick darauf, wie sehr sich das Feuerwehrwesen in diesen 100 Jahren verändert hat. Glückwünsche überbrachte etwa Bürgermeister Volker Sonneborn: „Wir als Stadt stellen das Material zur Verfügung“, so der Verwaltungschef. „Aber das Wertvollste seid ihr! Herzlichen Dank für euren Einsatz und eure unschätzbar wertvolle Arbeit“, bedankt sich Sonneborn für dieses Engagement. Und auch die Landtagsabgeordnete Anke Fuchs-Dreisbach und die stellvertretende Landrätin Ulla Belz richteten die besten Wünsche aus.
Kreisbrandmeister Thomas Tremmel machte darauf aufmerksam, dass die Kameradinnen und Kameraden auch immer wieder vor Herausforderungen stehen müssten, die man nicht auf Lehrgängen lernen kann. So berichtete er von einem tragischen Flugzeugabsturz auf der A 45 bei Freudenberg am selben Tag.
„Wenn jemand oder etwas 50 oder 100 Jahre alt wird, sei es ein Lebewesen, ein Unternehmen oder eine Organisation, dann ist mal eines klar: Irgendwie musst du ein Erfolgskonzept sein“, lobte er die Arbeit der Dotzlarer Wehr. Jens Schmitt, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Bad Berleburg machte indes klar, dass die Gründer der Dotzlarer Feuerwehr stolz wären, wenn sie sich den heutigen Stand der Feuerwehr anschauen würden. „Eine Feuerwehr, die modern aufgestellt ist. Eine Feuerwehr, die zuverlässig funktioniert und vor allem eine Feuerwehr, die von Menschen getragen wird, die mit Herzblut dabei sind“, so der Stadtbrandinspektor.
Stellvertretend für die Dotzlarer Vereine überbrachte Franziska Afflerbach als Vorsitzende des Vereins für Kultur- und Heimatpflege ihre Glückwünsche entgegen und machte auf die Bedeutung der Feuerwehr für die Dorfgeschichte aufmerksam: „Ihr seid eine Bereicherung für unser Dorf und dafür möchte ich euch von ganzem Herzen Danke sagen.“
Begleitet und musikalisch gestaltet wurde der Festkommers vom Tambourkorps „Wittgenstein“ Dotzlar, dem gemischten Chor Liederkranz Dotzlar und dem Musikverein Müsen. Nach dem Festkommers traten die Wehren dann zum Zapfenstreich auf dem benachbarten Sportplatz an. Bei Fackelschein sorgten hier der Tambourkorps „Wittgenstein“ Dotzlar und der Musikverein Müsen für eine einzigartige Atmosphäre. Am darauffolgenden Pfingstsonntag, 24. Mai, wurde zum Abschluss des Festwochenendes zu einem gemütlichen Frühschoppen unter Begleitung der Band „irrsinnig gross“ eingeladen.

Bildunterschrift: Die Dotzlarer Vereine gratulierten der der dorfeigenen Feuerwehr zum 100-jährigen Bestehen und überbrachten Glückwünsche und ein Geschenk.
(Foto: M. Burk | Stand: 29.05.2026, 13:48 Uhr)





