Erndtebrück. (mb) Gleich vier Einsätze an einem Tag hielten am Dienstag, 27. Mai, die Erndtebrücker Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Schach. Zunächst wurde die Feuerwehr mitsamt Polizei und Rettungsdienst zu einer Firma im Industriegebiet Grünewald gerufen. Dort hatte sich ein Arbeitsunfall ereignet, bei dem sich laut Einsatzmeldung ein Mitarbeiter der Firma den Finger in einer Maschine eingeklemmt. Vor Ort stellte sich heraus, dass der Mitarbeiter bei einem Schwerlastkran mit den Fingern zwischen die Kettenglieder einer Stahlkette geriet. Nachdem der Mitarbeiter befreit wurde, wurde er mit dem Siegener Rettungshubschrauber „Christoph 25“ in ein Krankenhaus verbracht. Im Einsatz waren der Erndtebrücker Löschzug 1, die Löschgruppe Schameder, der Leiter der Feuerwehr Erndtebrück, sowie Rettungsdienst und Polizei.
Wenig später rückte der Trupp dann erneut aus, diesmal in die Straße Zur Zwier. Dort ereignete sich ein Verkehrsunfall. Ein 18-jähriger Fahrer erfasste hier einen 43-jährigen Fußgänger, der dort unterwegs war. Dieser wurde ebenfalls mit dem Rettungshubschrauber in ein naheliegendes Krankenhaus verbracht.
Kurz zuvor eilten Kameraden aus dem Gerätehaus zu Fuß zum gegenüberliegenden Seniorenzentrum, um dort eine bewusstlose Person zu reanimieren. Dies war zwar kein offizieller Einsatz, jedoch sind die Kameradinnen und Kameraden immer zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird – ganz besonders auch dann, wenn diese direkt vor der eigenen Tür benötigt wird.
Stressiger wurde es dann gegen 18.30 Uhr, als die Einsatzkräfte zu einem ABC-Alarm in die Bahnhofstraße gerufen wurden. Hier hatte ein CO2-Melder ausgelöst, woraufhin die Feuerwehr alarmiert wurde. Tatsächlich keine unbekannte Adresse, denn erst drei Tage, am Samstag, 23. Mai, zuvor kam es an gleicher Stelle zum gleichen Einsatz. Dort konnte am Samstag zunächst keine Gefahr festgestellt werden, Messungen ergaben nichts auffälliges. Vermutet wurde zunächst eine aufgrund der Wetterbedingungen undichte Gasflasche im Außenbereich eines benachbarten Einzelhändlers. Hier waren neben den Einheiten aus Erndtebrück und Schameder auch Rettungsdienst, Polizei und Westnetz.

Nun wurden die Einsatzkräfte erneut an diese Adresse gerufen. Während ein Trupp mit CO-Warnmelder das Gebäude betreten hatte, schlugen diese auch an, woraufhin der Gashaupthahn geschlossen wurde. Westnetz und der zuständige Schornsteinfeger begutachteten das Gebäude, nachdem keine Gefahr mehr vorlag und stellten fest, dass eine veraltete Gastherme ursächlich für den Einsatz sein könnte. Diese konnte keine Rückstromsicherung nachweisen, weswegen Gas aufgrund der Wetterlage durch den Schornstein zurück gedrückt wurde und in das Gebäude gelangte. Im Einsatz waren hier der Löschzug 1 aus Erndtebrück sowie die Löschgruppe Schameder, der Leiter der Feuerwehr und der Rettungsdienst.
Nur wenige Minuten nach dieser Alarmierung kam jedoch noch eine weitere Meldung rein, nicht weit entfernt vom derzeitigen Einsatz. Nur etwa 500 Meter weiter im benachbarten Industriegebiet wurden die Einsatzkräfte zu auslaufenden Betriebsmitteln alarmiert. Hier war der Dieseltank eines Lkw aufgerissen. Die verbleibenden Einheiten aus dem Erndtebrücker Kernort rückten daraufhin zum zweiten Einsatzort aus. Dazu kam ein Trupp des Löschzuges 1 aus Bad Laasphe. Da nun alle Erndtebrücker Einheiten zeitgleich waren, rückte die Löschgruppe aus Rückershausen aus und besetzte das Erndtebrücker Gerätehaus um den Grundschutz zu gewährleisten.
Ein Ereignisreicher Tag also für die Erndtebrücker Kameradinnen und Kameraden, die Teilweise schon zum nächsten Einsatz fahren mussten, bevor sie zurück am Gerätehaus waren. Jedoch sieht man hier sehr deutlich, dass nicht nur die Erndtebrücker Feuerwehr bestens auf alle Eventualitäten vorbereitet ist, sondern dass auch die Sicherheit der Bevölkerung jederzeit gewährleistet werden kann, wenn mehrere Einsätze gleichzeitig stattfinden und eine Einheit schon komplett ausgelastet ist.
Bildunterschrift: In einem Wohnhaus in der Erndtebrücker Bahnhofstraße löste ein CO2-Melder einen Gas-Alarm aus.
(Fotos: M. Burk | Stand: 27.05.2026, 11:23 Uhr)





