Girkhausen. (mb) Es ist inzwischen schon lange Tradition, dass an Pfingstmontag in Girkhausen die Sirenen ertönen. Denn hier findet jedes Jahr die große Pfingstübung statt. Und diese ist immer wieder ein Spektakel für Jung und Alt. Denn im Einsatz sind hier nicht nur die Kameradinnen und Kameraden aus Girkhausen. Mit dabei sind Einheiten aus Schüllar-Wemlighausen, Sassenhausen, Berghausen, Hemschlar, Erndtebrück, Bad Laasphe, Rüppershausen, Langewiese, Züschen, Raumland, Oberkirchen und Alertshausen. Insgesamt 17 Fahrzeuge und 127 Einsatzkräfte nahmen an der Übung teil, dazu noch einige Kameradinnen und Kameraden der Jugendfeuerwehren aus Girkhausen, Dotzlar und Wemlighausen, die etwa Verletzte darstellten.

Eine unter einer Pistenwalze eingeklemmte Person – in dem Fall eine Puppe – musste mit technischem Gerät befreit werden.

Alarmiert wurde um Punkt 8 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Feuer 4“, dazu die Erläuterung „Skihütte brennt nach Blitzschlag, unklare Anzahl an Vermissten“. Das Szenario das die Einsatzkräfte vor Ort vorfanden: Im Bereich der Fahrzeughalle kam es zu einer Verpuffung. Zeitgleich verunfallten Leute des Pistenpersonals, wobei eine Person unter der Pistenwalze eingeklemmt wurde. In der Skihütte hat sich das Feuer auf das obere Stockwerk und den Dachstuhl ausgebreitet. Durch Funkenflug und starken Wind ist ebenfalls ein Brand im nahegelegenen Hüttendorf am Langlaufstadion entfacht.

Am Einsatzleitwagen wurde sich ein Bild über die Verteilung der Aufgaben und der Einsatzkräfte gemacht und der Einsatz koordiniert.

Als wäre diese Situation noch nicht Herausforderung genug, gibt es dann ja auch noch das Problem, dass bei der Skihütte auf dem Berg nicht einfach ein Hydrant steht, den man anzapfen könnte. Das Löschwasser musste noch bis zur Skihütte transportiert werden. Dazu wurden Leitungen aus dem Dorf bis hoch zu einem Hof unterhalb der Skihütte gelegt. Von dort wurde im Pendelverkehr mit Feuerwehrfahrzeugen das Löschwasser zur Einsatzstelle gefahren, dort in Becken abgelassen und von denen aus gelöscht. Eine große Herausforderung also für alle Einsatzkräfte, die zusätzlich noch aufgrund des besonders guten Wetters ins Schwitzen gerieten. Nach etwa einer Stunde intensiver Arbeit konnte „Feuer aus“ gemeldet werden und die Übung war abgeschlossen. Alle Vermissten Personen konnten geborgen und alle Brände bekämpft werden. So zeigt sich hier mal wieder eindrucksvoll, was die heimischen Einsatzkräfte können und dass es auch bei den schwierigsten Einsatzszenarios keinen Grund gibt, an der Einsatzbereitschaft der Wehren zu zweifeln.

Bildunterschrift: Bei der Pfingstübung rund um die Girkhäuser Skihütte mussten Vermisste gefunden, Brände bekämpft und eingeklemmte Personen befreit werden.

(Foto: M. Burk | Stand: 27.05.2026, 08:00 Uhr)