Bad Berleburg. Bei der Sparkasse Wittgenstein steht ein Generationenwechsel an: Nach 25 Jahren im Vorstand verabschiedet sich Axel Theuer zum 1. Juni 2026 in den Ruhestand. Gemeinsam mit Andreas Droese hat er die Entwicklung des Instituts über viele Jahre geprägt. Die Nachfolge ist bereits geregelt, die Weichen für die Zukunft sind gestellt – Zeit also, auch einmal zurückzublicken. Im Gespräch mit der Wittgensteiner Wochenpost spricht Axel Theuer über seine Zeit im Vorstand, besondere Momente, die Bedeutung der Region und darüber, worauf er sich im Ruhestand freut.
Herr Theuer, 25 Jahre im Vorstand – was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie auf diese Zeit zurückblicken?
In erster Linie bin ich dankbar, nach Wittgenstein gekommen zu sein. Ich habe das große Glück, hier leben und arbeiten zu dürfen. Bei der Sparkasse Wittgenstein stehen die Menschen im Vordergrund – das ist längst nicht überall so und das schätze ich sehr.
Was erfüllt Sie mit Stolz, wenn Sie auf Ihre Zeit im Vorstand zurückblicken?
Ich bin sehr stolz auf unsere gesamte Truppe – inklusive unseres Führungsteams. Alle arbeiten mit Leidenschaft und das merkt man in der Qualität unserer Arbeit. Wir sind einfach eine tolle Mannschaft und darauf kann man wirklich stolz sein.
Welche Entwicklung der Sparkasse Wittgenstein war aus Ihrer Sicht die wichtigste für die Region?
Ganz klar: die Entscheidung, eigenständig zu bleiben. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich. Wittgenstein ist ein eigenständiger Wirtschaftsraum, daher ist es wichtig, dass auch die Sparkasse Wittgenstein unabhängig bleibt. Anders als in vielen anderen Regionen verfügt die Sparkasse Wittgenstein nach wie vor über sieben Standorte – und das ist wichtig für die Nähe zu den Menschen in unserer Region. Ein zentrales Ziel von uns ist es, das auch so zu erhalten.
Was hat Sie persönlich all die Jahre motiviert, diese verantwortungsvolle Aufgabe auszuüben?
Die Leidenschaft für den Job – und natürlich das Ziel, die Eigenständigkeit der Sparkasse Wittgenstein zu erhalten. Über all die Jahre, trotz vieler Veränderungen, hat mich genau das motiviert, bis zum Ruhestand alles zu geben.
Sie haben einen großen Teil Ihres Berufslebens hier verbracht – was bedeutet Ihnen die Region persönlich?
Wittgenstein ist meine Heimat geworden. Es ist einfach eine liebenswerte Region, ich habe hier viele Freunde und die Natur hier ist traumhaft. Ich bin in den letzten Jahrzehnten zum echten Wittgensteiner geworden.
Welche Herausforderungen sehen Sie für Sparkassen in den kommenden Jahren?
Ich glaube, die größte Herausforderung wird die zunehmende Bürokratie und Regulatorik sein. Gerade in einer mittelständisch geprägten Region wie Wittgenstein ist es wichtig, dennoch handlungsfähig und nah am Kunden zu bleiben. Unsere Sparkasse steht seit 175 Jahren für Verlässlichkeit – das gilt es auch unter veränderten Rahmenbedingungen zu bewahren.
Mit Andreas Droese übernimmt ein langjähriger Weggefährte Ihre Position und den Vorstandsposten von Herrn Droese wird Franz Bauerdick übernehmen, was wünschen Sie den beiden für ihre Zukunft im Sparkassenvorstand?
Ich wünsche den beiden das Quäntchen Glück – alles andere werden sie gut meistern. Für mich sind sie die ideale Besetzung für ihre Posten. Wirtschaftlich ist Wittgenstein solide aufgestellt, die Sparkasse hat hochqualifizierte Mitarbeiter und wir arbeiten partnerschaftlich auf Augenhöhe. Ich wünsche mir, dass sie weiter in die Sparkasse investieren, wie sie ist.
Was wünschen Sie dem Institut für die Zukunft?
Ich hoffe, dass die Sparkasse ihre Wittgensteiner Gene bewahrt – ihre Nähe zu den Menschen, ihre Bodenständigkeit und Verlässlichkeit.
Worauf freuen Sie sich im Ruhestand besonders?
Darauf, mehr Zeit für meine Hobbys zu haben: Fahrradfahren, Gartenarbeit, die Natur genießen – all das als Privatperson. Aber wie man so schön sagt: „Einmal Sparkasse, immer Sparkasse.“ Ich freue mich auch schon auf die Pensionärstreffen, um den Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen zu halten. Im Moment ist mir aber vor allem wichtig, dass der Übergang reibungslos gelingt – nach innen wie nach außen.
Bildunterschrift: Axel Theuer ist seit 2001 im Vorstand der Sparkasse Wittgenstein tätig. Im Juli diesen Jahres geht er in den Ruhestand.
(Foto: Sparkasse Wittgenstein | Stand: 18.04.2026, 08:00 Uhr)





