Erndtebrück. (mb) Der Karneval hat Erndtebrück fest in seiner Hand. Das ist nach den letzten Wochen kein Wunder. Zunächst hat der EKV seinen großen Karnevalsball in der Schützenhalle am Samstag, 31. Januar, gefeiert. Nur eine Woche später war der ECC am selben Ort an der Reihe. Dass Erndtebrück somit durchaus als Karneval-Hochburg im Kreis Siegen-Wittgenstein gilt, ist unbestreitbar. Doch nun liegt das Sagen auch ganz symbolisch in den Händen der Närrinnen und Narren. Am Altweiber-Donnerstag stürmten die Karnevalisten von EKV und ECC das Rathaus in Erndtebrück. Dort nahmen sie dann Bürgermeister Henning Gronau den symbolischen Rathausschlüssel ab. Doch nicht nur den: Auch seine Krawatte wurde traditionsgemäß abgeschnitten. In seiner Büttenrede gab Gronau einen Rückblick auf die letzten zwölf Monate und die Ereignisse dieses Zeitraums. Vom neuen Freizeitsportareal über die erneuerten Spielplätze bis hin zum Birkelbacher Dorfjubiläum konnte der Verwaltungschef das Jahr Revue passieren lassen. Zusammenfassend: „Schon wieder ist ein Jahr vollbracht und wieder hat‘s auch Spaß gemacht“, so Gronau.
Im bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Ratssaal konnten dann die Garden und Funken ihr Können zur Schau stellen. Moderiert von Meik Gebhardt (EKV) und Dominik Buch (ECC) verwandelte sich der Saal in eine Karnevals-Bühne. Und die gezeigte Leistung der Tänzerinnen und Tänzer war beeindruckend. Besonders erwähnenswert war es für Dominik Buch, dass auch Männer bei den Tanzgruppen vertreten sind. Verbunden mit dem Aufruf an die anwesenden Eltern, auch weiterhin gerne die Söhne zu den Vereinen zu schicken, denn hierbei handele es sich durchaus um Hochleistungssport. Meik Gebhardt, der der Fußballabteilung des TuS Erndtebrück vorsitzt, konnte dem nur zustimmen. Er würde keinen Fußballer kennen, der nicht aus der Puste wäre, nachdem er bei so einem Tanz mitgemacht hätte. Beide sind dabei auch sehr zufrieden mit dem aktuellen Mitglieder-Trend. Denn beide Vereine verzeichnen einen stetigen Zuwachs. Das sei bei vielen Vereinen anders. Das zeige, dass man doch einiges richtig mache, sind sich Buch und Gebhardt einig. Gerade auch die Kooperation beider Vereine ist damit ein gutes Zeichen für die Gemeinschaft im Ort, denn das war nicht immer so.
Nachdem das Rathaus dann erfolgreich erstürmt wurde, ging es für die beiden Vereine dann an unterschiedlichen Orten weiter. Während der EKV Wittgenstein in der Schießhalle am Fuchsrain gefeiert hat, stand für den ECC noch eine weitere Stürmung auf der To-Do-Liste: Oberst Jens Dobrindt hat seine Truppe zwar auf die drohende Erstürmung vorbereitet und eine Verteidigungsstrategie entwickelt, jedoch waren die Soldatinnen und Soldaten dem ECC nicht gewachsen. So musste Oberst Dobrindt dann letztendlich doch die weiße Flagge hissen und den Kasernenschlüssel und das damit verbundene Kommando über den Stützpunkt an die Jecken übergeben. Im Anschluss wurde dann noch gemeinsam bis in die Abendstunden im Hachenberg-Casino gefeiert.
















Bildunterschrift: Keine Chance: Bürgermeister Henning Gronau musste nach erfolgreicher Stürmung den Rathausschlüssel an den ECC-Präsidenten Dominik Buch übergeben.
(Fotos: M. Burk | Stand: 14.02.2026, 08:00 Uhr)





