Müsse. Was mehr als ein Jahrzehnt lang ein Wunsch des Heimat- und Touristikvereins Aue-Wingeshausen e.V. war, ist nun endlich Wirklichkeit geworden. Das Kriegerdenkmal in Müsse wurde umfassend saniert und präsentiert sich seit Dezember in beeindruckendem Zustand.
Zehn Jahre Suche nach einem Steinmetz
Der Heimat- und Touristikverein Aue-Wingeshausen e.V. blickt mit großer Erleichterung auf die erfolgreiche Sanierung des Kriegerdenkmals in Müsse zurück. Über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren bemühte sich der Heimatverein intensiv darum, einen geeigneten Steinmetzbetrieb für die notwendigen Arbeiten zu finden. Insgesamt wurden im Laufe der Jahre sechs Betriebe angefragt. Einige sagten ihre Unterstützung zwar zu, doch trotz dieser Zusagen kam es lange Zeit nicht zur Ausführung der Arbeiten. Erst im Jahr 2024 erklärte sich die Firma Zimmermann aus Gladenbach bereit, die Sanierung zu übernehmen. Und sie hielt Wort. Im Dezember rückte die Firma Zimmermann an und führte die Arbeiten tadellos und zügig aus.
Zu den Maßnahmen gehörten unter anderem die Erneuerung mehrere Sandsteine, Austausch von zwei Eingangsstufen, Reinigung des Sandsteins, Versieglung der Pfeiler der Außenumrandung, Auffrischung der Schriftzüge auf den Gedenktafeln. Dies sind nur einige der Arbeiten, die das Denkmal nun wieder würdig erscheinen lassen. Eine besondere Geste der Nachbarschaft bleibt ebenfalls erwähnenswert: Eine Anwohnerin stellte dem Unternehmen während der Sanierung Wasser und Strom zur Verfügung – ein Beispiel für gelebte Dorfgemeinschaft. Das Denkmal wäre ohne die jahrelange Pflege durch engagierte Müsser Bürger längst nicht mehr in diesem Zustand. Sie schmückten es mit Blumen, mähten den Rasen und hielten den Platz in Ordnung. Aus Altersgründen haben sie diese Aufgabe nun an eine jüngere Generation übergeben – ein fließender Generationenwechsel der zeigt, wie wichtig das Denkmal den Menschen vor Ort ist.
Ein Stück Geschichte
Das Kriegerdenkmal wurde nach dem Ersten Weltkrieg errichtet und zunächst mit Tafeln versehen, die die Namen der gefallenen Soldaten aus Müsse aufzählen. Nach dem zweiten Weltkrieg kamen weitere Tafeln hinzu, die an die Opfer dieser Zeit erinnern. Es ist ein Ort des Gedenkens – und ein Ort, der nun wieder die Würde ausstrahlt, die ihm zusteht
Bildunterschrift: Zukunftsstiftung und Tennisclub freuen sich über die neuen Ezy Roller (v.l.): Janina Menn, Dirk Schneider, Gerhard Wörster, Sabrina Dickel (sitzend) und Dagmar Busch.
(Foto: Zukunftsstiftung „Unser Erndtebrück“ | Stand: 30.01.2026, 08:00 Uhr)





