Bad Berleburg. (mb) Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu. Damit endet gleichzeitig auch das Jubiläumsjahr des Löschzuges 1 der Bad Berleburger Feuerwehr. Auf 150 Jahre Feuerwehrgeschichte wurde bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen zurückgeblickt. Begonnen hatte das Jubiläumsjahr mit einem Weihnachtsmarkt im Feuerwehrgerätehaus an der Sählingstraße. Zahlreiche andere Veranstaltungen wie der große Festkommers, der Festzug und ein Platzkonzert reihten sich ein. Den krönenden Abschluss fand der Veranstaltungskalender zum Jubiläum im Oktober, als das Landespolizeiorchester NRW zum Benefizkonzert aufspielte. Ein Abend mit mitreißender Filmmusik und überwältigender Klangqualität, dessen Einnahmen komplett gespendet werden sollten.
Diese Spenden konnten nun an drei Institutionen übergeben werden, bei denen das Geld durchaus gut investiert ist. Insgesamt hat der Löschzug 3.336 Euro gespendet, nachdem er selbst noch etwas dazugetan hat. Passend zum Feuerwehr-Notruf 112 erhält somit jede Institution 1.112 Euro. Bedacht wurden die Eva-Winckel-Stiftung, die Bad Berlerburg-Erndtebrücker Tafel und der Malteser Herzenswunschkrankenwagen aus Bad Laasphe.
Die Eva-Winckel-Stiftung unterstützt ältere Menschen in finanzieller Not, denen die Rente oder ihre Grundsicherung nur für das Notwendigste reicht. Sarah Gerson berichtet, dass Anschaffungen, die kurzfristig nötig werden, oftmals nicht getätigt werden können, weil die gesetzlichen Zuwendungen dafür zu knapp sind. Diese Menschen können sich an die Eva-Winckel-Stiftung wenden oder werden vom Sozialamt vorgeschlagen. Da aber die finanziellen Mittel begrenzt sind, entscheidet das Stiftungskuratorium dann darüber, wer einen Zuschuss der Stiftung erhält. Bei der Kuratoriumssitzung in diesem Jahr konnten laut Gerson 23 Menschen unterstützt werden. Mit dieser Spende können im kommenden Jahr schon zwei weitere Menschen Zuwendungen erhalten.
Die Bad Berleburg-Erndtebrücker Tafeln gibt Essen an Bedürftige Menschen aus, denn nicht immer reicht das Einkommen, die Sozialleistungen oder andere Zuwendungen dafür aus, das notwendige Essen zu besorgen. Ist das der Fall, können sich Bedürftige Menschen an die Tafel wenden. Dort wird dann eine Bedarfsprüfung durchgeführt. Die Lebensmittel kommen dabei aus Spenden, etwa von Privatpersonen oder Einzelhändlern. Doch auch von Herstellern werden hin und wieder Produkte gespendet. Fehlproduktionen etwa oder Überschüsse, die nicht verkauft wurden.
Die Tafeln verteilen diese Nahrungsmittel auf die Bedürftigen. Das alles wird dabei ehrenamtlich geleistet. Vom Einsammeln der Waren über die Einlagerung und Aufteilung bis hin zur Ausgabe wird dieser Dienst komplett von Freiwilligen gestemmt. Diese müssen jedoch auch ausgestattet sein – mit den richtigen Kühlfahrzeugen, mit Arbeitskleidung und teilweise auch mit Sicherheitsschuhen. Damit diese Anschaffungen nicht aus privater Tasche gezahlt werden müssen, freut sich die Tafel nun über diese Spende, wie der Vorsitzende der Tafel, Edgar Born, berichtet.
Der Malteser Herzenswunschkrankenwagen tut genau das, was sein Name schon verrät: Er erfüllt Herzenswünsche. Das Leben ist begrenzt. Manchmal endet es durch Krankheit früher, als es eigentlich zu erwarten wäre. Und oft bleiben dann lange gehegte Wünsche unerfüllt auf der Strecke. Der Herzenswunschkrankenwagen hat sich zum Ziel gesetzt, den Menschen diese Wünsche so gut es geht zu erfüllen. Dazu wurde ein Krankentransportwagen entsprechend ausgestattet, diese Menschen zu ihren Wünschen zu bringen, oder die Wünsche zu den Menschen. Der Transport ist dabei nicht immer leicht. Darum wird der Herzenswunschkrankenwagen im kommenden Jahr einen elektrischen Tragestuhl anschaffen, wie Michael Hermann erzählt. Dieser soll den Transport der Gäste deutlich vereinfachen. Und wenn man an eine Stelle kommt, die für diese Gefährt zu unwegsam ist, wie etwa eine Wendeltreppe, kann man die Gäste mitsamt Tragestuhl immer noch von Hand tragen. Da ein solches Gefährt etwa 3.500 Euro kostet, ist auch hier das Geld gut investiert.
Bei der Aktion kann man sehen und spüren, wie eng das Ehrenamt miteinander verwurzelt ist und wie wichtig es für die Lebensqualität der Menschen in Wittgenstein ist. „Uns verbindet das starke Ehrenamt und der Wille, etwas in dieser Gesellschaft zu bewirken“, sagte Edgar Born. „Dafür seid Ihr immer zur Stelle und dafür müssen wir uns bedanken!“, sagte er weiter in Richtung Feuerwehr.

Bildunterschrift: Über die Spenden aus dem Benefizkonzert freuten sich Ursula Belz, Sarah Gerson, Andreas Dickel, Lukas Brune, Susanne Halhuber, Edgar Born, Wolfgang Linde, Phillip Kloos, Michael Hermann und Jens Schmitt (v.l.).

(Foto: M. Burk | Stand: 10.12.2025, 08:00 Uhr)