Erndtebrück. (mb) Wenn der Duft von Klößen mit Speck und Zwiebeln und geräucherten Forellen durch die Straßen zieht, weiß der Erndtebrücker, dass es endlich wieder Weihnachtsmarkt-Saison ist. Auch in diesem Jahr ließen sich die hartgesottenen Erndtebrücker nicht vom Wetter beeindrucken. Denn die Highlights auf dem Markt rund um die Kirche sind inzwischen ein echter Renner für die vielen „Stammkunden“. Die Klöße etwa mit Speck und Zwiebeln gehen beim Heimatverein immer wieder sehr schnell über die Theke. Ebenso die Forellen aus dem Räucherofen der Reservistenkameradschaft. Aber auch Waffeln, Kuchen, Bratwurst und Co. sind jedes Mal heiß begehrt. Dazu dann noch ein heißer Glühwein und selbst das Wetter kann einem nichts mehr anhaben. Und falls man dann doch nicht draußen im Kalten stehen wollte, konnte man entweder in der Kirche selbst durch die Kreativwerkstatt stöbern und handgemachte Dekorationen bestaunen und kaufen, oder sich bei einer Tasse Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen beim Kirchcafé im Gemeindehaus nebenan aufwärmen. Das Marktprogramm wurde an beiden Tagen von Musikalischen Darbietungen ergänzt, die für weihnachtliche Stimmung sorgten. So sangen etwa die Realschülerinnen und -schüler, der Posaunenchor des CVJM Erndtebrück spielte und das Duo Feengleych sorgte für mittelalterliche Klänge. Doch der Stargast war natürlich der Nikolaus, der an beiden Tagen für strahlende Kinderaugen sorgte und für die Kleinsten auch ein Geschenk dabei hatte. Auch ein paar Neuerungen hatte der Markt zu bieten. So war in diesem Jahr etwa der Handballclub dabei und hatte Reibekuchen im Sortiment, die sich sehr großer Beliebtheit erfreuten. Auch hinter den Kulissen gab es einen Wechsel: Nach vielen Jahren war es nun nicht mehr Günter Schmidt, der für die Veranstaltergemeinschaft verantwortlich zeichnete. Der Vorsitzende des Schießvereins leitete diese GbR nun immerhin seit 2011. Inzwischen hat Guido Schneider das Ruder übernommen. Räumlich hat sich dagegen nicht viel getan. Aufgrund von Umbaumaßnahmen kann der Konfirmandensaal in der Kirche derzeit nicht genutzt werden, weshalb die Kreativwerkstatt kurzerhand in das Hauptschiff verlegt wurde. Die Kirchengemeinde stellt dabei übrigens schon seit einigen Jahren die Kirche sowie das Gemeindehaus und auch die Stromversorgung kostenlos zur Verfügung und ist auch jedes Jahr mit zwei Ständen vertreten. Damit ist die Kirchengemeinde als einzige Institution von Beginn an vertreten, also seit dem ersten Weihnachtsmarkt in 1981, als dieser noch beim Soldatenheim in der Talstraße stattfand.




















Bildunterschrift: Die Erndtebrückerinnen und Erndtebrücker trotzten dem Wetter und fanden sich auf dem Kirchplatz ein.
(Fotos: M. Burk | Stand: 09.12.2025, 15:30 Uhr)





