Banfe. Sehr beindruckt waren am Volkstrauertag viele Zuhörer, die sich an diesem Sonntagnachmittag zum Konzert des Akkordeon-Orchesters Ferndorftal-Wilden in der evangelischen Kirche Banfe einfanden.
Das Repertoire des renommierten Akkordeon-Orchesters unter der Leitung von Jutta Heinrich-Reichel, das nicht zum ersten Mal in dieser Kirche ein Konzert gab, war entsprechend an die Aussage und Stimmung dieses Tages angepasst. Vor Beginn des Konzertes hielt Michael Ermert, Ortsvorsteher von Banfe, eine nachdenklich und betroffen machende Laudatio zur weltpolitischen Situation. Man stehe kurz vor einem möglichen Verteidigungsfall; Bundeskanzler Friedrich Merz wolle Deutschland zur stärksten Armee Europas aufrüsten. Die Ukraine würde weiterhin von Deutschland unterstützt, ohnehin werde auch weltweit aufgerüstet. Nichts sei dann mehr so wie früher. Man hoffe aber, dass der Volkstrauertag weiterhin ein reiner Gedenktag bleibe und es nicht schlimmer komme. Reichlich Beifall fanden dann die mit sehr viel musikalischem Gefühl ausgestatteten Vorträge des Akkordeon-Orchesters. Bezeichnend für dieses Orchester sind die sorgfältige Registrierung der fünfchörigen Instrumente, das plastische filigrane Spiel und die exakten Fingersätze. Begonnen mit der Komposition „Yellow Mountains“ über „Game of Thrones“, „Amigos para Sempre“ bis hin zu „Sweet Caroline“. Eingebunden in die Vorträge waren noch zwei Solo-Vorträge auf der Querflöte von Lena Münker, die übrigens ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte, sowie Theo Schmidt, der ebenfalls die Querflöte sehr gut beherrscht. Zuletzt gab es noch mit der Komposition „Hallelujah“ eine Zugabe, ehe das Publikum zufrieden die Kirche verließ.

Bildunterschrift: Das Akkordeon-Orchester Ferndorftal-Wilden unter der Leitung von Jutta Heinrich-Reichel begeisterte seine Zuschauerinnen und Zuschauer.

(Foto: Maiwald | Stand: 27.11.2025, 08:00 Uhr)