Erndtebrück/Schameder. An diesem Abend gingen die Kinder und Jugendlichen von einem normalen Jugendfeuerwehrdienst aus. Allerdings hatten sich die Betreuer in Zusammenarbeit mit Maik Hofmann von Cycleenergy eine Übung beim Pelletwerk ausgedacht, die den Sommerdienst abschließen und den Winterdienst einläuten sollte.
Wie so oft beim Dienst, wurden die 35 anwesenden jungen Kameraden in Gruppen aufgeteilt und auf entsprechende Fahrzeuge verteilt. Diesmal fuhr man allerdings mit Blaulicht und Sondersignal zum Einsatzort Richtung Schameder. Dort angekommen, fand man folgende Lagen vor: Zum einen musste im Außenbereich ein Löschangriff aufgebaut werden, damit das auf das Gelände übergreifende Feuer bekämpft werden konnte. Unterstützend wurde entsprechende Beleuchtung, unter anderem eine „Power Moon“ aufgebaut, da die Dunkelheit längst eingesetzt hatte.
Des Weiteren wurden Mitarbeiter auf dem Gelände vermisst, die zum Teil eingeschlossen und auch verletzt sein konnten. In Bürocontainern wurde Rauchentwicklung festgestellt. Unter Atemschutz mussten Trupps in den verrauchten Räumen nach Personen suchen, die gefunden und erfolgreich gerettet werden konnten.
Jetzt galt es mit weiteren Trupps nach den restlichen Vermissten zu suchen. Ein Mitarbeiter wurde auf dem Dach des Gebäudes ausgemacht. Er musste mit Hilfe der Jugendlichen über die Drehleiter aus großer Höhe sicher auf den Boden gerettet werden. Ein anderer hat sich auf der großen Wendeltreppe, außen am Gebäude, in luftiger Höhe den Fuß in einer Gitterrost-Treppenstufe eingeklemmt. Der Patient, simuliert durch einen Plüschteddy, wurde aus seiner misslichen Lage befreit und mittels Tragetuch durch das Gebäude über 25 Meter nach unten in Sicherheit gebracht. Zu guter Letzt wurde noch ein anscheinend Bewusstloser auf einer stählernen Plattform ausfindig gemacht. Nachdem man ihn wieder ansprechen konnte, wurde auch ihm geholfen, sicher über die Treppenstufen nach unten zu gelangen.
Wie im echten Feuerwehrleben auch, ist das nicht immer ein Schönwetterhobby. Das Wetter spielte an diesem Abend nicht mit. Es war starker Regen und es war sehr windig. Allerdings war es auch ein guter Test für die neuen Wetterschutzjacken, die mit Hilfe der Zukunftsstiftung Erndtebrück, der Firma AST Kunststoffverarbeitung GmbH, dem Förderverein des Löschzuges 1 und dem Förderverein der Jugendfeuerwehr angeschafft werden konnten. Die Jacken haben den Test bei dieser schlechten Witterung bestanden. Anschließend an diese gelungene Abschlussübung, die den Kindern, Jugendlichen, Betreuern, Helfern und Verantwortlichen der Firma Cycleenergy viel Spaß bereitet hatte, gab es reichlich Familienpizzen und Getränke. Die Verpflegung wurde von Cycleenergy gesponsert, wofür sich die Jugendfeuerwehr herzlichst bedankt. Ebenso bedanken sich die Betreuer bei allen Teilnehmern, Helfern aus den aktiven Reihen und den Zuschauern. Maik Hofmann bot an, eine solche Übung gerne nochmal wiederholen zu können.
Bildunterschrift: Die jungen Kameradinnen und Kameraden wurden bei der Abschlussübung in Gruppen aufgeteilt, die unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen sollten.
(Fotos: Jugendfeuerwehr Erndtebrück | Stand: 06.11.2025, 08:00 Uhr)





