Bad Berleburg. (mb) Die Realschule Bad Berleburg darf sich zum Ende der Herbstferien über ein neues Klettergerüst freuen. Auf dem Pausenhof der Schule auf dem Stöppel erfreut sich das Klettergerüst immer großer Beliebtheit. Ursprünglich wurde es vor rund 16 Jahren vom Rotary Club Berleburg-Laasphe gespendet. Doch den regen Gebrauch konnte man zuletzt auch sehen. Die Stadt Bad Berleburg, die als Schulträger regelmäßige Sicherheitsbegehungen vornimmt, musste zuletzt das Klettergerüst sperren, da es nicht mehr ganz sicher war. Eine Erneuerung war also unerlässlich. In den Etat der Stadt passte das jedoch nicht mehr kurzfristig hinein. Also musste man eine andere Finanzierungsmöglichkeit finden. Und das ist gelungen: Zum einen konnte man wieder auf die Hilfe des Rotary Club Berleburg-Laasphe bauen, zum Anderen auf die Firma Otto aus Schwarzenau. Doch auch aus der Schulgemeinschaft kam Unterstützung: Der Förderverein beteiligte sich an den Anschaffungskosten, ebenso wie die Schülergenossenschaft.
Die Schülergenossenschaft führt einen Schulkiosk und eine Wurstbude. Die Gewinne daraus werden dann wieder für Projekte für die Schule investiert – wie eben dieses Klettergerüst. Doch auch andere Projekte werden durch die Schülergenossenschaft gefördert: Die Tore auf dem Bolzplatz des Schulhofes etwa wurden so gefördert, oder auch ein neues Smartboard für die Schule. Ein zukünftiges Projekt könnte die Anschaffung eines 3D-Druckers sein.
Nun war jedoch das Klettergerüst an der Reihe. Dieses musste in einem unpassenden Moment gesperrt werden, denn seit kurzem ist die Realschule „Handyfreie Zone“. Die Smartphones sollen also entweder ausgeschaltet in der Tasche sein, oder aber gänzlich zu Hause gelassen werden. Ein Modell, der an der Schule tatsächlich auch ganz gut funktioniert und auch in der Schülerschaft angenommen wird.
Jedoch sind dementsprechend Bewegungsangebote in den Pausen umso wichtiger. Dass das Klettergerüst nun nicht genutzt werden konnte, war also nicht unbedingt vorteilhaft. Umso mehr freut sich die Schule nun, dass das Klettergerüst nun wieder zur Verfügung steht. Und das noch zu einem besseren Preis als ursprünglich geplant. Wäre ein komplett neues Klettergerüst angeschafft und geliefert worden, wäre man wohl bei rund 11.000 Euro gelandet. Jedoch konnte man etwa die Verankerung im Boden sowie den Mittelpfeiler wiederverwenden. Lediglich das Netz musste also neu angeschafft werden. Auch die Kosten für Lieferung und Aufbau konnte man sich sparen, da der Bauhof der Stadt das Netz abgeholt und montiert hat. Insgesamt konnte man so die Kosten auf 7.300 Euro reduzieren, die dann auf Schülergenossenschaft, Förderverein, Rotary Club und die Firma Otto aufgeteilt wurden.
Nun wurde das Klettergerüst offiziell von den Sponsoren übergeben. Damit steht nun ein weiteres Bewegungsangebot wieder in der Pausenzeit zur Verfügung. So kann auch die Handyfreie Zone weiter auf Erfolgskurs bleiben. Diese muss laut Schulleiter Georg Kroll nicht einmal kontrolliert werden: „Kontrolle würde nur ein Ausdruck von Mistrauen sein. Da haben wir keinen Grund zu.“ Und schon gar nicht, wenn man ausreichend Möglichkeiten hat, sich in der Pause zu beschäftigen, ohne dafür ein Smartphone bemühen zu müssen.

Bildunterschrift: Vertreter der Sponsoren, der Schule, der Schülergenossenschaft und des Fördervereins freuen sich mit den Schülerinnen und Schülern über das neue Klettergerüst.

(Foto: M. Burk | Stand: 28.10.2025, 15:14 Uhr)