Girkhausen. (mb) Es war der krönende Abschluss der Schützenfestsaison: Das Stadtschützenfest wird alle drei Jahre in einem anderen Verein im Bad Berleburger Stadtgebiet ausgerichtet. Dieses Jahr war Girkhausen an der Reihe. Erst eine Woche vorher viel hier der Vogel der Girkhäuser Schützen durch einen Schuss von Felix Dickel. Nun galt es neue Majestäten zu finden, die alle elf Berleburger Vereine repräsentieren. Zehn der Vereine schickten ihre treffsichersten Schützen in den Wettstreit um die begehrte Königswürde. Entsprechend groß wurde auch der Festzug, der sich zu Beginn des Stadtschützenfestes in Girkhausen formierte. Mit 10 Schieß- und Schützenvereinen und sechs Musikkapellen wurde hier ein deutliches Zeichen gesetzt: Noch einmal kräftig Feiern war das Ziel des Tages! Gerade noch trocken kam der Festzug in der Girkhäuser Schützenhalle an, dann setzte ein starker Regenschauer ein. Dieser zog jedoch pünktlich zu Beginn des Preis- und Vogelschießens weiter, sodass man bei bestem Wetter zusehen konnte, wie der prächtige Vogel Stück für Stück auseinander genommen wurde. Den Wettkampf um Preise und Insignien machten dabei übrigens die Wingeshäuser und die Girkhäuser Schützen fast komplett unter sich aus. So gingen der Jugendpreis (Madlen Seidel) und der Preis der Krombacher Brauerei (Andre Treude) nach Wingeshausen, während der Preis der Sparkasse Wittgenstein (Fabian Lückel), der Preis der Volksbank Wittgenstein (Sören Handrick) und der Preis des Schützenvereins Girkhausen (Manuel Kümmel) in Girkhausen blieben. Auch die Insignien gingen bis auf eine Ausnahme nach Girkhausen: Ralf Buchwald erlegte die Krone und Manuel Spies sicherte sich das Zepter. Dann konnte Milo Bald den Reichsapfel nach Hemschlar holen. Doch damit hatte er noch nicht genug. „Ich wollte halt noch mal Flinte schießen, das machen wir bei uns im Verein ja nicht“, berichtete Bald nach der Veranstaltung. Also schoss er weiter. Und das sehr treffsicher: Mit dem 166. Schuss konnte er den hölzernen Aar aus dem Girkhäuser Kugelfang lösen. Damit wird tatsächlich nicht das erste Mal ein Hemschlarer Stadtschützenkönig in Girkhausen. Bereits vor 29 Jahren fand das Stadtschützenfest in Girkhausen statt. Damals konnte sich mit Arno Traut ebenfalls ein Hemschlarer den Titel in Girkhausen sichern. Zu seiner Königin erwählte sich Milo Bald Lena Becker. Die frischgebackene Kölnigin musste ein wenig Spontanität beweisen, denn erst kurz vor Beginn wurde sie von Bald gefragt, ob sie seine Königin werden würde. Viel überzeugungsarbeite musste jedoch nicht geleistet werden. „Ich musste erst überlegen, aber es ist mir eine Ehre, Stadtschützenkönigin zu sein“, freut sich die neue Königin Lena Becker. Somit konnte das neue Stadtschützenkönigspaar direkt in die Feierlichkeiten starten. Die eigentlichen Feiern kommen jedoch noch: In den nächsten drei Jahren werden die neuen Majestäten noch einige Schützenfeste im Berleburger Stadtgebiet besuchen. Doch die Vorfreude ist groß: „Wir wollen alle Schützenfeste besuchen. Das ist ja auch die Aufgabe des Stadtschützenkönigs!“

Milo Bald konnte sich am Samstag von gleich zehn Vereinen beglückwünschen lassen: Er ist neuer Stadtschützenkönig von Bad Berleburg. (Foto: C. Schuppener)
Der Festzug zog am Samstag mit zehn Vereinen und sechs Musikkapellen unter den Augen zahlreicher Besucher durch die Girkhäuser Straßen.

Bildunterschrift: Sie regieren als Stadtschützenkönigspaar von Bad Berleburg: König Milo Bald mit Köngin Lena Becker und Offizieren.

(Fotos: M. Burk | Stand: 02.09.2025, 14:08 Uhr)