Erndtebrück. Das Windkraft-Projekt auf dem Gebiet der Gemeinde Erndtebrück geht in die nächste Bauphase. Zehn Windenergieanlagen entstehen aktuell auf den Flächen der Wittgenstein-Berleburg´schen Rentkammer im Bereich Kilbe/Gutes Wasser, sieben weitere im Bereich Hermeskopf. Wie der Projektierer WestfalenWIND aus Paderborn informiert, sind die Tiefbauarbeiten weitgehend abgeschlossen. Somit wird im Bauabschnitt Kilbe/Gutes Wasser bei Birkefehl in Kürze mit der Erstellung der Fundamente begonnen.
Durch die Anlieferung des Baumaterials muss zeitweise mit einem verstärkten Verkehrsaufkommen durch Lkw gerechnet werden, teilt WestfalenWIND mit. „Wir tun alles dafür, die Belastungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Dennoch lassen sich Einschränkungen leider nicht ganz vermeiden. Dafür bitten wir um Verständnis und danken allen für ihre Geduld“, erläutert Marius Bange, verantwortlicher Bauleiter der WestfalenWIND Planungs GmbH & Co. KG. In einigen Wochen sollen dann parallel auch die Fundamentarbeiten für die geplanten Windkraftanlagen im Bereich Hermeskopf, westlich von Birkelbach, starten. Wenn die Betonagen fertiggestellt sind, erfolgt im nächsten Schritt der Turmbau für die modernen Anlagen des Herstellers Enercon vom Typ E-175 mit einer Nabenhöhe von 162 Metern und einer Nennleistung pro Anlage von rund sechs Megawatt (MW). Eine einzige von ihnen produziert den Jahresstrom für rund 4.500 Haushalte. Mit dem Verlauf der Arbeiten im Windpark zeigt sich WestfalenWIND bislang zufrieden. „Wir sind gut im Zeitplan“, sagt Marius Bange. Ausdrücklich lobt er in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Tiefbauern.
Die Gemeinde Erndtebrück und ihre Einwohner werden durch die Windkraft in finanzieller Hinsicht erheblich profitieren. Der Projektierer WestfalenWIND aus Paderborn und die Wittgenstein-Berleburg´sche Rentkammer haben zugesagt, nach Inbetriebnahme des Windparks eine Abgabe in Höhe von 0,4 Cent/Kilowattstunde (ct/kWh) in die neu und eigens dafür gegründete Zukunftsstiftung „Unser Erndtebrück“ zu leisten.

Mit diesen Einnahmen sollen gemeinnützige Projekte in der Gemeinde unterstützt werden. Allein diese freiwillige Zahlung summiert sich auf rund eine Million Euro pro Jahr. Die Wertschöpfung vor Ort geht allerdings noch weiter: Im Rahmen des Paragrafen sechs des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) zahlen die Betreiber 0,2 Cent für jede erzeugte Kilowattstunde an die Gemeindekasse.
Addiert man alle Maßnahmen zusammen, werden die Zukunftsstiftung und die Gemeinde Erndtebrück über die 20-jährige Laufzeit mit mindestens 30 Millionen Euro von dem entstehenden Windkraftprojekt profitieren.

Bildunterschrift: Die Tiefbauarbeiten an den künftigen Anlagenstandorten im Bereich Kilbe/Gutes Wasser sind abgeschlossen. Nun beginnt die Erstellung der Fundamente.

(Fotos: WestfalenWIND | Stand: 17.08.2025, 08:00 Uhr)