Schwarzenau. (mb) Wer sich für Festivals mit zahlreichen Bands und guter Rock-Musik interessiert, muss gar nicht so weit weg fahren. Eine Fahrt nach Wacken oder Rock am Ring lohnt sich mit Sicherheit, wenn sie nicht gerade ins Wasser fällt. Jedoch kann man auch in Wittgenstein fündig werden. So stand am vergangenen Wochenende wieder Rock am Wehr auf dem Plan. Hier konnte man nicht nur bei guter Musik feiern und dabei vielleicht noch Bier und Wurst genießen, sondern das ganze sogar zu unschlagbaren Preisen. Rock am Wehr ist seit der ersten Veranstaltung vor zehn Jahren komplett spendenbasiert. Man gibt, was man geben kann. Eintritt? Fehlanzeige. Hohe Preise für Getränk und Essen? Ebenfalls nicht der Fall. Stattdessen gibt man, was einem die Veranstaltung wert ist. Und das scheint viel zu sein, denn bereits seit Jahren verwandelt sich der Schwarzenauer Schützenplatz schon in ein Konzertgelände. Davor fand die Open-Air-Veranstaltung noch am Wehr an der durch Schwarzenau fließenden Eder statt, wie der Name schon vermuten lässt. Die Bands spielen dabei sogar ohne Gage. Alle Kosten, die die Veranstalter haben, werden von den Spenden finanziert. Und mehr noch: Das, was an Geld danach übrig bleibt, wird für einen guten Zweck gespendet. Also eine Win-win-Situation. Und auch in diesem Jahr lockte eine große Vielfalt an Bands viele Zuschauerinnen und Zuschauer an. Den Start machte am Freitagabend die Band „Schlafentzug“ – eine Schülerband vom Johannes-Althusius-Gymnasium in Bad Berleburg. Eine Hommage an die Anfänge vor zehn Jahren. Denn auch damals spielte mit „Delirium“ eine Schülerband auf. Diese Band konnte man übrigens auch in diesem Jahr wieder auf die Bühne bringen – und das in Originalbesetzung. Mit einer Show und einer Setlist, die der von vor zehn Jahren sehr ähnelte, schlossen sie den ersten Abend ab. Zwischen „Schlafentzug“ und „Delirium“ spielten noch „The Purple Paisleys Band“ und „First Sting“. Am Samstag ging die Party dann ab 14 Uhr los. Im Aufgebot waren hier die „S-Pistols“, „Schlagzahl“, „Dan Ganove“, „Accessory to the crime“, „Gewisse Leute“, „The Broxters“ und „Burning Amp“. Damit konnte man zum zehnten Geburtstag ganze elf Bands begrüßen. Diese elf Bands machten die Geburtstagsfeier zu einer ganz besonderen Veranstaltung, an der nicht nur die Bands und das Organisations-Team, sondern auch die Gäste ihren Spaß hatten.

Bei Rock am Wehr passte von Musik über Show bis hin zur Stimmung einfach alles.

Bildunterschrift: Ob Pyrotechnik, Licht-Show, Nebelmaschine, gute Musik oder noch bessere Stimmung – Rock am Wehr hatte alles zu bieten, was das Festival-Herz begehrt.

(Fotos: M. Burk | Stand: 13.08.2025, 08:00 Uhr)