Wemlighausen. Ungewöhnlich ruhig war es an diesem Nachmittag in der „Halle Lujah“ im Abenteuerdorf Wittgenstein in Wemlighausen. In dem großen Saal der Einrichtung sitzen Daniel Seyfried und Ken Rose an einem feierlich gedeckten Tisch. Die beiden sind Leiter der achten Generation der „Young Ambassadors“, einem Begegnungsprogramm zwischen dem Evangelischen Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein und der United Church of Christ in Indiana/Kentucky. Dann treffen die ersten Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein. Unter ihnen ist Samira. Sie hatte an diesem Tag Geburtstag, wurde 17 Jahre alt und feierte gemeinsam mit den „Young Ambassadors“ der achten Generation. „Ich freue mich auf die Zeit“, sagte Samira. Am allermeisten auf das Schokoladenmuseum in Köln, verriet sie mit Vorfreude auf diesen Programmpunkt. Ihr Austauschpartner ist Logan, der an den Wochenenden Gast in ihrer Familie sein wird. Der 18-Jährige ist mit den Young Ambassadors aufgewachsen: Seine Mutter war bei der ersten Generation, seine Schwester bei der siebten dabei. Auch deshalb wählte er Deutsch als Unterrichtsfach in der Schule und versteht die Sprache ein bisschen. Logan freut sich schon darauf, in Banfe im Team Fußball zu spielen. Die Wochen sind voll verplant mit einem vielfältigen und abwechslungsreichen Programm, das den Jugendlichen das Land, die Menschen, die Kultur und die Kirche vor Ort näherbringt. Im Abenteuerdorf Wittgenstein startete das Programm. Schnell fand sich die 20-köpfige Gruppe mit den vier Leitenden wieder zusammen, die im vergangenen Jahr drei gemeinsame Wochen in den USA verbracht hat. Samira denkt, dass die Gruppe jetzt noch schneller wieder zusammenwächst. Jetzt kennen sie sich alle. Auch Seyfried berichtet davon, dass schnell wieder eine Vertrautheit herrsche. Dass liege auch daran, dass man in den drei Wochen in den USA viel gemeinsam erlebt und zwischen den Treffen Kontakt gehalten habe. „Wir waren eine unfassbar gute Gruppe“, sagt Lara aus Berghausen. Die 20-Jährige vermutet, dass es für die deutschen Teilnehmenden jetzt etwas anstrengender werden könnte. „Wir müssen dieses Jahr mehr Verantwortung übernehmen, wir dolmetschen und kümmern uns. Dieses Mal planen wir mehr“, sagt sie mit Blick auf den Besuch im vergangenen Jahr in den USA. Das sei ein bisschen mehr wie Urlaub gewesen. Für die meisten amerikanischen Jugendlichen ist es das erste Mal, dass sie in Deutschland sind und für manche das erste Mal, dass sie außerhalb der USA verreisen. Pläne und Erwartungen haben die Gäste aus Amerika bereits. Der 19-jährige Noah hat auf dem Weg ins Abenteuerdorf bereits die Landschaft und alten Gebäude bewundert. Jetzt will er viel von der deutschen Kultur kennenlernen. „Ich möchte ein traditionelles Schnitzel und Sauerkraut probieren“, sagt er und freut sich zudem auf den Besuch eines Schützenfestes. Was die Jugendlichen erleben halten sie täglich in einem Blog fest – jeweils ein Teilnehmer aus Deutschland und einer aus den USA wird aus seiner persönlichen Sicht berichten, was den Tag erlebt wurde. Der Blog ist auf der Homepage des Kirchenkreises Siegen-Wittgenstein zu finden (www.kk-siwi.de). Am Sonntag, 3. August 2025, wird es um 16 Uhr einen gemeinsamen Abschlussgottesdienst im Abenteuerdorf Wittgenstein geben, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Nach der langen Anreise beginnen die Jugendlichen das Programm mit der Geburtstagsfeier einer Teilnehmerin.

Bildunterschrift: Die achte Generation der Young Ambassadors ist wieder vereint. Nach einem Besuch in den USA im vergangenen Jahr sind nun die amerikanischen „jungen Botschafter“ für drei Wochen zu Gast in Deutschland.

(Fotos: Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein | Stand: 23.07.2025, 08:00 Uhr)