Erndtebrück. Erstmalig fand in der Hachenberg-Kaserne eine Podiumsdiskussion zum Thema „Kriegstüchtigkeit“ des Verbandes statt. Die Veranstaltung bot den anwesenden Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Mitarbeitenden eine umfassende Plattform für einen tiefgehenden Austausch über die aktuellen Herausforderungen und den Wandel der Bundeswehr, insbesondere im Hinblick auf die Einsatzfähigkeit, -bereitschaft und Verteidigungsfähigkeit des Verbandes. Auf dem Podium diskutierten Oberst Jens Dobrindt, Kommandeur des Einsatzführungsbereichs zwei, Oberstleutnant Kim Dierks, Leiterin der Ausbildung sowie Oberstleutnant Jens Koch, Leiter der Einsatzgruppe. Allesamt sehr erfahrene Offiziere, die über Einsatzerfahrungen verfügen. Oberst Dobrindt eröffnete die Veranstaltung mit persönlichen Erfahrungen aus seiner vorherigen Tätigkeit als Gruppenleiter beim Air Component Command und wie diese ihn persönlich zum Nachdenken angeregt haben. „Sind wir eigentlich noch im Frieden?“, so Dobrindt. Damit startete eine angeregte und äußerst informative Podiumsdiskussion, welche vom anwesenden Publikum aufmerksam verfolgt wurde. Neben den eigenen militärischen Fähigkeiten wurde auch die Zusammenarbeit mit den zivilen örtlichen Kräften der Feuerwehr, Polizei und den Behörden thematisiert. Über deren Leistungsfähigkeit konnte sich Oberst Dobrindt bereits in seiner kurzen Amtszeit ein Bild verschaffen: „Von den Blaulichtorganisationen und deren Leistungen bin ich beeindruckt“, allerdings müssten auch diese Kooperationen im Rahmen der zivil-militärischen Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden. Beleuchtet wurde etwa auch das wichtige Thema Ausbildung. Die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine zeigen, wie wichtig es ist, über genügend einsatzfähiges und ausgebildetes Personal zu verfügen. Hier wurde in der Diskussion deutlich herausgestellt, wie wichtig der Ausbildungsauftrag des Verbandes ist, um durchhaltefähig im Sinne einer „Kriegstüchtigkeit“ zu sein. „Ausbildung ist das Rückgrat der Durchhaltefähigkeit und damit auch das Rückgrat der Kriegstüchtigkeit“, so Oberstleutnant Dierks. Die Debatte stieß auf ein reges Interesse bei den anwesenden Soldaten und zivilen Mitarbeitenden. Viele nutzten im Anschluss die Möglichkeit zur offenen Fragerunde und zum direkten Austausch mit den Podiumsteilnehmern. Mit der Veranstaltung setzte die Führungsebene des Einsatzführungsbereichs zwei ein starkes Zeichen für Transparenz, Selbstreflexion und die Bereitschaft auch unbequeme offene Fragen zu diskutieren. Eine Wiederholung des Formats wird es sicherlich geben, um den Dialog über die weiteren Fortschritte zur „Kriegstüchtigkeit“ des Verbandes weiter zu vertiefen.

Bildunterschrift: Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion von rechts nach links: Oberst Jens Dobrindt (Kommandeur Einsatzführungsbereich zwei), Oberstleutnant Jens Koch (Leiter der Einsatzgruppe) und Oberstleutnant Kim Dierks (Leiterin des Lehr- und Verfahrenszentrums).

(Foto: Dominik Born/Bundeswehr | Stand: 29.06.2025, 08:00 Uhr)