Schüllar. Am späten Freitagabend wurden Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei zu einem schweren Verkehrsunfall auf die B 480 bei Schüllar gerufen. Zwei Fahrzeuge waren zusammengestoßen, auch ein Rettungshubschrauber aus Gießen war im Einsatz. Vor Ort mussten vier betroffene Personen versorgt werden.

Zunächst hatte es über ein so genanntes E-Call System einen automatisierten Notruf gegeben, wobei vom verunfallten Fahrzeug selbst die Rettungskette in Gang gesetzt wird, ohne dass einer der Beteiligten selbst anrufen muss. In dem Fall hier war es so, dass ein Jäger, der in der Nähe am Ansitz war, am Heimweg an der Unfallstelle vorbeikam. Da er selbst Feuerwehrmann ist, konnte er der Leitstelle eine detaillierte Rückmeldung geben. So konnten von dort bereits frühzeitig weitere Kräfte alarmiert werden. Die Unfallstelle befand sich kurz hinter der Ortsdurchfahrt Schüllar in Richtung Dödesberg. Ein Ford und ein Kleinbus waren kollidiert. Wie die Polizei mitteilte, stand der Ford zum Unfallzeitpunkt quer auf der Fahrbahn – aus bislang unerklärlichen Gründen. Ein aus Richtung Schüllar kommender Fahrer eines Kleinbusses übersah den Ford und prallte ungebremst in die linke hintere Seite des Fahrzeuges. Dabei war der Aufprall derart heftig, dass sich der Ford mehrfach um die eigene Achse drehte und der Kleinbus einige Meter weiter ebenfalls quer zur Fahrbahn zum Stehen kam.

Der Fahrer des Ford wurde bei dem Unfall derart schwer verletzt, dass er mit dem Rettungshubschrauber in eine Marburger Klinik geflogen werden musste. Der Gießener Hubschrauber „Christoph Gießen“, der 24 Stunden zum Einsatz kommen kann, landete in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle. Zuvor hatten die Feuerwehren aus Schüllar-Wemlighausen und Bad Berleburg die Wiese zur Landung ausgeleuchtet. Die beiden Mitfahrer im Ford wurden ebenfalls schwer verletzt und wurden ins Bad Berleburger Krankenhaus eingeliefert. Der Fahrer des Kleinbusses überstand den Unfall unverletzt. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, den die Polizei mit rund 50.000 Euro angibt. Im Einsatz waren Rettungswagen aus Bad Berleburg, Erndtebrück und Winterberg, die Notärzte aus Bad Berleburg und Bad Laasphe, der Rettungshubschrauber „Christoph Gießen“, die Feuerwehren aus Schüllar-Wemlighausen und Bad Berleburg, zwei Streifenwagen der Polizei, sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises Siegen-Wittgenstein.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten war die B480 im Bereich der Unfallstelle mehrere Stunden voll gesperrt.

Bildunterschrift: Am späten Freitagabend ereignete sich auf der B480 in Schüllar ein schwerer Verkehrsunfall. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauerten bis spät in die Nacht.

(Fotos: M. Böhl | Stand: 24.05.2025, 14:50 Uhr)