Wemlighausen. Es ist weit über die Grenzen Wittgensteins bekannt. Jeder, der in Wittgenstein aufgewachsen ist kennt es, die meisten haben dort schon selber mal übernachtet. Und wer das hat, hat in der Regel auch eine Erinnerung, die unweigerlich mit ihm verknüpft ist. Und nun feiert es 50-jähriges Jubiläum. Die Rede ist natürlich vom Abenteuerdorf Wittgenstein. Die Erinnerungen daran sind vielseitig. Sei es ein Spaziergang mit den Lamas, ein Nachmittag nach der Schule rund um den hauseigenen Teich, oder das Fallen in den selbigen bei völlig unangebrachten Temperaturen. Das Abenteuerdorf und die Menschen hinter und in ihm haben viel erlebt. Und das hat man nun bei einer großen Jubiläumsveranstaltung Revue passieren lassen. Angefangen hat der Tag mit einem Gottesdienst in der Wemlighäuser Kirche. Gepredigt hatte hier Superintendentin Kerstin Grünert, die selbst eine lange Geschichte mit dem Abenteuerdorf hat. Sei es als Teilnehmerin, als Erndtebrücker Gemeindepfarrerin oder jetzt als Superintendentin des Kirchenkreises. Gemeinsam wanderte man dann in Richtung Abenteuerdorf. Dabei gab es einige Stationen zu entdecken, die sich mit der Chronik des Abenteuerdorfes beschäftigten. Dort angekommen gab es für die zahlreichen Gäste natürlich – wie sollte es auch anders sein – gute Verpflegung. Doch auch für Anekdoten, Grußworte und Interviews war ausreichend Zeit. Grußworte kamen etwa von Bad Berleburgs scheidendem Bürgermeister Bernd Fuhrmann, dem Wemlighäuser Ortsvorsteher Joshua Grund und Heiner Lückel vom Kultur- und Heimatverein Schüllar-Wemlighausen. Jeder der drei konnte seine ganz persönlichen Erlebnisse im Abenteuerdorf erzählen. Moderiert von Comedian und Poetry Slammer Tobias Beitzel wurden in drei Interviewrunden verschiedenste Akteure befragt. In erster Runde etwa stellten sich Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann, Landrat Andreas Müller, Karsten Wolter vom Verein Markt und Tourismus und Ortsvorsteher Joshua Grund Beitzels Fragen. Für Andreas Müller ist dabei eins klar: „Ich hoffe, dass die Zeit hier stehen bleibt und dass sich dieser Ort hier nicht verändert.“ Dabei konnte er etwa begeisterte Gäste aus Berlin Spandau als Fürsprecher zitieren, die von dem mitten in der Natur gelegenen Abenteuerdorf mehr als begeistert wären. Dem konnten sich auch alle anderen Gäste so anschließen.

Tobias Beitzel, Klaus Aderhold, Silke Grübener, Sven Sonneborn, Maike Schröder und Eckhardt Pletz im Gespräch.

In zweiter Runde kamen dann Kerstin Grünert, Superintendentin des Kirchenkreises Siegen-Wittgenstein, Stefan Berk, ehemaliger Superintendent des alten Kirchenkreises Wittgenstein, Kirsten Kampmann vom Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen, Dr. Frank Dratschmidt vom Förderverein des Abenteuerdorfes und Max Jung vom CVJM Wittgenstein auf die Bühne. Stefan Berk konnte etwa über die Mühen berichten, die es kostete, das ehemalige Freizeitzentrum irgendwie finanziell zu retten. Dabei sei das nicht alleine der Verdienst der Menschen gewesen. Für ihn war es auch „ein Wunder des Geistes Gottes, dass das funktioniert hat“. Und auch diejenigen, die ihren Zivildienst oder ein freiwilliges soziales Jahr dort gemacht haben, erlebten dort eine ganz große Verbundenheit, wusste Kirsten Kampmann zu berichten. Diese ist seit einiger Zeit schon für die Freiwilligendienste im Abenteuerdorf verantwortlich. In einer letzten Interviewrunde trafen dann die Geschäftsführerin Silke Grübener, die ehemalige Geschäftsführerin Maike Schröder, der ehemalige Geschäftsführer Klaus Aderhold, der ehemalige Azubi Sven Sonneborn und der erste Zivildienstleistende Eckhardt Pletz aufeinander. Dieser konnte berichten, dass das Abenteuerdorf in 1977 definitiv auch schon den Namen „Abenteuerdorf“ verdient hätte – vielleicht sogar mehr als jetzt. Danach ließ man dann den Tag gemütlich bei noch vielen weiteren Anekdoten und Erinnerungen ausklingen, denn davon gab es in all den Jahren mehr als genug.

Tobias Beitzel erhielt als Dankeschön für seine Moderation eine ADW-Tasse von Silke Grübener überreicht.

Bildunterschrift: Bürgermeister Bernd Fuhrmann überreichte Silke Grübener (ADW) und Dr. Frank Dratschmidt (Förderverein vom ADW) eine Uhr aus Holz im Sinne der Nachhaltigkeit.

(Fotos: wipo | Stand: 01.04.2025, 16:00 Uhr)