Umstrukturierung des Verbandes ist vom Tisch
Birkelbach. (al) „Ein Ereignis mit drastischen Auswirkungen auf das Schützenwesen", betonte Marc Seelbach, Vorsitzender des Schützenbezirks Westfalen-Süd, am Samstag beim diesjährigen Bezirksdelegiertentag in der Birkelbacher Kulturhalle.
Gemeint war der Amoklauf in einer Schule in Winnenden im März des letzten Jahres. „Ein Ereignis, das zurecht die ganze Welt erschüttert hat", das aber auf der Suche nach einem Sündenbock wieder einmal beim Schützenwesen gelandet sei, so ein besorgter Marc Seelbach.
Aufgrund der recht großen Beteiligung einer Fragebogenaktion zur Reform der WSB-Struktur seien hingegen Überlegungen wie die komplette Umstrukturierung des Verbandes, der möglichen Auflösungen von Schützenbezirken oder dem angedachten Wegfall von sportlichen Meisterschaften erst einmal vom Tisch, so Seelbach. Eine Zusammenlegung von strukturschwachen Schützenkreisen oder die Zusammenarbeit bei der Durchführung von sportlichen Meisterschaften begrüße das Präsidium jedoch ausdrücklich. Derzeit gehören dem Schützenbezirk Westfalen-Süd 10.309 Mitglieder aus insgesamt 96 Vereinen an, 4449 Schützen und 28 Vereine sind dem Schützenkreis Wittgenstein gemeldet.
Im Jahr des 40-jährigen Bestehens des Bezirks Westfalen-Süd lud Marc Seelbach zudem zum nunmehr dritten Bezirkskönigsschießen mit anschließendem Grünen Abend am 8. Mai in die Berghäuser Krimmelsdell ein.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen einmal mehr besonders verdiente Schützenschwestern und Schützenbrüder. Renate Müller (SK Siegen), Peter Gabler, Wolfgang Günthing, Heinz-Günther Schneider (alle SV Eiserfeld), Jochen Heiligenpahl (SV Struthhütten), Hubert Rehborn (SV Weidenau), Werner Runzheimer (SpSch Achenbach), Adolf Althaus, Ernst Born, Karl Six (alle SV Benfe), Udo Hartmann, (SV Berghausen), Udo Marquardt, Georg Zacharias (alle SuS Elsoff), Siegfried Weimann (Erndtebrücker SV), Günter Kuhli, Helmut Wick (beide SuS Feudingen), Kurt Autschbach, Hermann Bätzel, Wilfried Herz, Ewald Scheffel (alle SV Fischelbach), Werner Knoche (SV Glashütte) und Heinz Grammel (SV Herbertshausen) erhielten die Kölner Medaille am schwarz-grün-weißen Band. Das Ehrenzeichen des WSB in Silber konnten Liborius Becker (SpSch Altenhof), Hans Oehm und Volker Schmdit (beide SV Netphen) entgegen nehmen. Frank-Robert Kloos, Hermann Nikolai und Jürgen Schneider (alle SK Wittgenstein) wurden mit dem goldenen WSB-Ehrenzeichen ausgezeichnet. Winfried Nöller (SpSch Lennestadt) und Henning Röcher (KuS Kreuztal) freuten sich über die silberne Verdienstmedaille des Bezirks, Heinz Theißen (SV Kaan-Marienborn), Gerold Neef (SF Setzen) und Gerhard Kinkel (SpSch Ottfingen) über die goldene. Fritz Hoffmann des gastgebenden SV Birkelbach erhielt die silberne WSB-Präsidentenplakette. Lore Schneider wurde für ihr langjähriges Engagement im Hilchenbacher Schütznverein mit einem Präsentkorb belohnt, Eberhard Hähner mit einem Wappenteller aus seinem Amt als Ligaleiter im Gewehrbereich verabschiedet.
Bei den Südwestfalen-Ligen siegten der KuS Kreuztal 1 (46+, Luftgewehr Auflage), der SV Erndtebrück (Luftgewehr) und die SpSch. Hengsbach & Almer III (Luftpistole).
Bei den Vorstandswahlen wurden der Vorsitzende Marc Seelbach, der 1. Sportleiter (Bogen) Wolfgang Sterzel sowie der 2. Schatzmeister Ralf Tennemann in ihren Ämtern bestätigt. Lars Knickmann ist nach einem Jahr der kommissarischen Amtsbekleidung neuer Gesamtsportleiter, ebenso ist Roswitha Wöbking jetzt 1. Sportleiterin (Gewehr). Sabrina Weber wurde zu ihrer Stellvertreterin gewählt. Andre Hähner wurde von der Versammlung als 2. Jugendleiter und Elvira Bald als 2. Frauenbeauftragte bestätigt. Neuer Rundenwettkampfleiter im Pistolenbereich ist Volker Wagner und Jörg Schneider neuer Kassenprüfer.






