Kevin Knebel packte das Stangenfieber
Berghausen. (al) Eigentlich wollte Kevin Knebel (Hausname „Lenes") nur den rechten Flügel des von Ralf Bätzel geschnitzten Aars schießen, doch wie das Leben so oft spielt, packte den 30-Jährigen das Stangenfieber und er lieferte sich einen harten Kampf gegen seinen Konkurrenten Rolf Dickel.
Nach einem gezielten Treffer des Kraftfahrers wähnte man Kevin Knebel bereits als neuen Regenten, hatte er doch ein riesiges Stück des Vogels zu Boden befördert- aber ein allerletzter 6 Zentimeter großer Span hing eben immer noch im Kugelfang- und so ging der Kampf weiter. „Zwei Mal habe ich den letzten Rest noch getroffen, bis er endlich zu Boden fiel", erzählte Knebel, der in die Fußstapfen seines Vaters Christian tritt, welcher bereits 1972 und 1992 an der Spitze des Schützenvereins Berghausen gestanden hatte. Ob Filius Kevin auch eine zweite Regentschaft antreten wird, bleibt vorerst noch offen. Nun steht dem Raumländer gemeinsam mit seiner Königin Kristina Schneider erst einmal ein Jahr an der Spitze des Berghäuser Schützenvolks bevor.
Bevor der Vogel freigegeben wurde, wurden die Insignien und Preise hart umkämpft. Die Krone fiel nach einem Treffer von Manuel Dickel, Thomas Knebel schoss das Zepter und den von Kevin Knebel so ersehnten rechten Flügel. Jochen Dickel erbeutete den Reichsapfel. Den linken Flügel trennte Richard Althaus ab. Christian Wegner nahm den Gästepreis mit in seine Heimat Köln.
Geck des Jahres 2010 ist Klaus „Gaui" Dreisbach. Die weiteren Preise schossen Udo Hartmann, Jens Schmidt, Heidi Dickel, Alfons Herbst, Niels Althaus, Jens Kadereit, Hermann Nikolai und Martin Schmidt.
Zum 105. Schützenfest herrschte bereits beim Festauftakt am Freitagabend volles Haus in der Fest- und Kulturhalle unter den Klängen des Tambourkorps des TuS Erndtebrück und des Musikzuges Müsen. Die Königskrönung fand in diesem Jahr erstmals bereits am späten Samstagnachmittag statt, so stand der Abend ganz im Zeichen der Stimmungsgaranten der Final Fantasy Band.
Den 105. Geburtstag des Berghäuser Schützenvereins feierten am Sonntag neben zahlreichen Besuchern am Straßenrand auch die befreundeten Schützenvereine aus Bad Berleburg, Müsse, Wunderthausen, Wingeshausen, Birkelbach, Hemschlar und Irmgarteichen, die das neue Königspaar im Festzug durch das geschmückte Dorf geleiteten. Gemeinsam mit der Accordia Fleckenberg sowie den Tambourkorps aus Bad Berleburg und Aue gestaltete erstmalig die Stadtkapelle Schmallenberg das Frühschoppen sowie den prächtigen Festzug mit über 500 Akteuren musikalisch. Beim letztjährigen Stadtschützenfest hatten die Musiker aus dem Hochsauerlandkreis bereits ihr Können bewiesen.






