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20 Kilometer im Zeichen des Wacholders



Dotzlar. (mf) Samstagmorgen 8 Uhr, 8.30 Uhr. Zu dieser Zeit sollte man eigentlich gemütlich am Frühstückstisch sitzen, frische Brötchen, leckere Marmelade und dazu ein Tässchen Kaffee genießen.
Nicht so in Dotzlar! Hier ging es am vergangenen Samstag um diese Zeit bedeutend unruhiger zu, galt es doch der Öffentlichkeit ein ganz besonderes Projekt vorzustellen. Die Rede ist vom Themenwanderweg „Bei de Hullerkeppe“, der eben an diesem Morgen ganz offiziell im Rahmen der diesjährigen Jubiläumsfeierlichkeiten seiner Bestimmung übergeben wurde.
So konnte „Laut- und Pressesprecher“ Rolf Benfer als Vertreter von Ortsvorsteher Dirk Jung dann neben einer Vielzahl von Wanderfreunden auch einige Ehrengäste in der Kulturhalle „Wittgenstein“ begrüßen. Dies waren neben der stellvertretenden Landrätin Waltraud Schäfer und Bürgermeister Bernd Fuhrmann auch der Schirmherr Dr. Udo Jung, Dr. Tobias Kaiser, der beim Festkommers am 10. August die Leitung der historischen Zeitreise übernehmen wird, sowie Andreas Bernshausen von der BLB-Tourismus GmbH, Christina Ermert vom Naturpark Sauerland-Rothaargebirge, Karsten Wolter vom Verein Markt und Tourismus, Förster Hendrik Engelhard von der Rentkammer und Pfarrer Dirk Spornhauer, der den Reigen der Grußworte eröffnete.
Er wusste dabei das große Engagement der Dotzlarer und dabei insbesondere von Frank Fischer zu würdigen. Es sei eine große Aufgabe einen derartigen Weg zu erstellen. Noch größer sei es aber ihn dann später zu erhalten und dafür Sorge zu tragen, dass auch Besucher angelockt werden, die nicht nur den herrlichen Weg, sondern auch den Zusammenhalt hier im Ort bewundern.
Dem konnte sich Bürgermeister Bernd Fuhrmann wiederum nur anschließen. Er lobte das vorbildliche Engagement und die beispielhafte Beteiligung an allen Projekten. So zum Beispiel die Kennzeichnung des insgesamt 20 Kilometer langen Weges mit seinen Teilstrecken, der jetzt durch kleine weiße Schilder mit einem Wacholderemblem erkennbar ist.
„Ihr habt den Weg ja mit viel Humor und auf die Anspielung darauf, dass hier auch schon einmal gerne ein, zwei oder mehr Wacholder getrunken wird ‚Bei de Hullerkeppe‘ getauft. Das klingt viel besser als die Bezeichnung ‚Gin taste Event mit Happiness-Fitness-Blogger‘. Und eines ist gewiss: Auch wenn Euer Jubiläum vorbei ist, der Wanderweg ‚Bei de Hullerkeppe‘, der bleibt bestehen. „Für das Vorwärtskommen ist der erste Schritt wichtig“, so die stellvertretende Landrätin Waltraud Schäfer, die daran erinnerte, dass die Planungen des Wanderweges immerhin schon vor drei Jahren ihren Anfang genommen hatten. „Ihr habt zusammen angepackt und etwas Großes auf die Beine gestellt.“
„Dotzlar ist eben ein Ehrenamtsdorf, in dem der Festvirus übergeschwappt ist“, nahm Rolf Benfer dann den Faden in dieser Richtung auf. „Dieser Wanderwege hat schon jetzt weite Kreise gezogen und es sind einige Folgeprojekte geplant“, informierte er die Gäste.
Andreas Bernshausen bedankte sich in seinem Grußwort bei allen Beteiligten und machte eine interessante Rechnung auf: „Wenn Dotzlar seine 1000-Jahr-Feier begeht, wäre es schön, dann auch 400 Jahre „Wanderweg Bei de Hullerkeppe“ feiern zu können“, was breite Zustimmung und Applaus zur Folge hatte.
Bevor dann endlich die erste offizielle „Bewanderung“ beginnen konnte, war es am „Vater des Wanderweges“ Frank Fischer, ausführlich den Weg selbst, den Ablauf der Erstellung, die unzähligen Gespräche, über Motivation, Resignation und vieles mehr zu berichten. Der Weg verfügt insgesamt über 20 Kilometer, wobei es Etappen über 12 und 7 Kilometer gibt. Ausgeschildert ist er über die besagten weißen Schilder mit dem Wacholderzeichen. An besonderen Aussichtspunkten sind Hinweistafeln aufgestellt. Zweisprachig sogar: Deutsch und in Dotzlarer Platt. Startpunkt für die Touren ist jeweils der große Parkplatz in der Laubrother Straße.


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